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Home Europa statt Brüssel

Statt Brüssel ist der Gral der Schlüssel

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Als sein Pferd ihn trug auf Sundgaus silbernen Fluren,
vernahm sich aus Klingsors Meute ein erstes Murren.
Der nassklammen Hand entwand er kühn den blutigen Speer,
Sein Gegner am Boden feige gekrümmt blieb ohne Gegenwehr.
Dann, mit Joves Kraft verbunden beim Fischzug mit Saturn
erhob sich im Gegenreich ob der Kühnheit ein giftiges Knurren.
Die rechte Frage war es, die des Ungeheuers Abfall erregte,
da er Lüge nur und den Schein über alles Dasein pflegte
Seitdem wird in Europens Höhen das Glück geleitet
Für das einst Joseph von Arimathia gründlich die Orte bereitet.

Aus Faust III

Vergeblich ist die Suche nach der Bestimmung Europas, wenn man im politischen Getöse derer sucht, die sich selber als die Verantwortlichen sehen. Eine Leistung muß man ihnen jedoch zubilligen: das Gewand, das die Politik Europa gegeben hat, ist ohne Zweifel nicht ganz aus der Welt des Geistes.
Man höre und staune, wie der Europarat selber seine Zeichen begründet:
"Vor dem Hintergrund eines blauen Himmels bilden zwölf goldene Sterne einen Kreis als Zeichen der Union der Völker Europas. Die Zahl Zwölf ist unveränderlich, da diese Zahl als Symbol für Vollkommenheit und Einheit gilt(zum Beispiel die 12 Apostel, die 12 Söhne Jakobs, die legendären 12 Taten des Herkules, die 12 Monate des Jahres"
Zwar bilden die Sterne einen hermetischen Kreis, am 5. Mai 1999 anläßlich des 50. Jahrestags der Gründung des Europarates wurde das Logo aber um eine verräterische nach links drehende Halbschleife erweitert. Perfekt und im guten Sinne wirkend wäre nur eine symmetrische Doppelschleife. Der halbe Wirbel als Reminiszenz zum kleinen "e" ist farblich gescheitert und offenbart simple Ahnungslosigkeit gegenüber der geheimen Magie der Zeichen. Oder ist es eine Verbeugung gegenüber den noch Herrschenden im Zeichen von Rot-Blau?

Der Sinn von Europa, nachdem die Politik vergeblich sucht, findet sich nur im arömischen Mysterienstrom, der von den Manichäern über Bogumilen, Katharern und Waldensenser zu uns heute führt.
Eine echte Gemeinsamkeit stiftende Idee, die die Menschen in Europa über Grenzen hinweg zu glühenden Europäern werden lässt, ist der Mythos des Gral.
Europas Länder sind vorbereitet bei Wahrung ihrer nationalen Identität die Außenseite der Schale des Grals zu bilden. Einst wurde dies durch Joseph von Arimathia auf seinem Zug von Jerusalem bis zum äußersten Westen Europas in Irland veranlagt.
Nach seiner Kerkerzeit, die ihn tief mit den Erdenkräften verband, ließ sich Joseph (der "Ortebereiter"), der zusammen mit Nikodemus, seinem engsten Freund, im Hintergrund des seit Melchizedeks Zeiten geplanten Golgathamysteriums wirkte, durch den Gral zu den Orten Europas führen, die mit dem kosmischen Christus in Resonanz sind. Von Port aux Vendre in Südfrankreich über Mont Segur (vermutlich auch Chartres) ging sein Jakobsweg über England bis zum Westpunkt Europas in Irland. Als die Wogen des Atlantiks ihm entgegen rollten, war das Saatgut für ein stilles zweitausendjähriges Keimen ausgebracht. Die Himmelskräfte konnten seitdem im Verborgenen die zur Trägerkraft bestimmten Erdgewalten verwandeln für die Mission Europas als künftiges Hochland des Grals. Durchdrungen von der ätherischen Christuskraft und gesättigt von den Tränenfluten der Jahrhunderte, wuchsen die Keimlinge aus der Fruchterde zu einem lebendigen und umfassenden Gralsschild zusammen. Diese verborgenen Prozesse regten die Gralssucher an und erregten die Gegner. Das historische Geschehen angefangen von Merowingern, Katharern, Rosenkreuzern, Templern bis zur Neuzeit spiegelte das Wachstum des Dinges in den Tiefen.
Klingsors Faschismusterror, der sich seit 1945 besser im Westen zu verbergen versteht, ist deutlichster Beweis, daß die Verwandlung von "Blut und Boden" in Europa abgeschlossen werden konnte. Die Ätherisierung des Blutes ist soweit fortgeschritten, daß stärksten Gegenkräften standgehalten wird. Im Versuch der Banalisierung und Sexualiserung dieser Kräfte (Daniel Braun!) dokumentieren sich allerletzte Mittel, die den wahnsinnigen Rotten noch verblieben sind. Aber post coitum omnia animalia tristes sunt, während die wahrhaftig in Agape verzehrend Liebenden wie Maria-Magdalena sich am Anblick des Wiedererschienenen weiden dürfen.
Der Gralsmythos führte zuletzt zu Pfingsten 2006 eine große Schar von Menschen in Berlin zusammen. Ein Zeichen mehr, daß diese so arg von Klingsor verfolgte Stadt ein Ort von großer spiritueller Bedeutung ist.
Die Gralskraft macht uns gelassen beim gegenwärtigen "Endkampf" in der Finanzwirtschaft. Im Bewußtsein des vollendeten Gralsschilds unter unseren Füssen, das uns sichert gegen unterirdische Gegenwelten, sind wir aufgefordert, uns frei zu verbinden mit den höheren Geisteskampfgenossen - den Geistern der Persönlichkeit drei Oktaven über uns. Gemeinsam mit ihnen, die uns bei unseren Taten gegen unzeitgemäße Kräfte keusch zur Seite treten, kann heute geschehen, was geschehen soll.

"Möge der Osten befeuern, was durch den Westen sich formt!"

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. Januar 2016 um 11:29 Uhr