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Home Stalingrad 2008 Wendepunkte

Wendepunkt

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Innehalten, wo sich alles immer rührt, ist eine Kunst, die jeder üben kann an Wendepunkten im Zeitenstrom. Nur wie erkennt man diese flüchtigen Momente im Getrubel? Parzival hielt einst inne beim Anblick dreier Blutstropfen im weißen Schnee. Ein Seidentuch, das schließlich die Blutstropfen verhüllte, holte ihn zurück zur Welt. Er war angehalten um der Kraft, die ihm den Gral gewann.

Halten die Mächtigen dieser Welt jemals inne? Hat Köhler oder Koch angehalten, um ihre Rück-Tritte auszuteilen? Vermutlich liegen die Gründe beider Entschlüsse nicht in der Vergangenheit. Besser, man kümmert sich beizeiten und steht nicht unterm Dach, wenn es im Gebälk vernehmlich kracht! Zeitgleich zeigte sich in Oslo frische Unbekümmertheit. Exakt zu ihrem ersten Mondknoten fegte Lena die aufgebrezelte Konkurrenz hinweg. Ist ihr wahrer Name nicht Anel mit Blick auf Anael dem Zeitgeist im Venusverbund. Das Tattoo unter ihrem linken Oberarm jedenfalls hat intimsten Bezug zum Herzen. Es ist die Fleur de Lys, das burgundische Zeichen der Liebe und der Keuschheit und zugleich eines der okkulten Zeichen für Europas wahre Zwecke. Man wünsche ihr aus vollem Herzen, daß die sie begleitenden Ritter über soviel Adel verfügen und ihr zum Schutze auf ihrem weiteren Weg stets den Rücken zu kehren.

Ein Anderer, der dieser Tag wieder mal die Deutschen verhöhnte, sie seien auf dem Weg der Verdummung, wollte zeigen, daß dieser Prozeß längst in der Spätphase ist und er selber ein herausragender Vertreter dieses sich selbst verstümmelt habenden Denkens ist. Nun, es gehört zu der seit Jahrtausenden bewährten politischen Praxis, das eigene Volk möglichst dumm zu halten. Sand ist hierzu das erste Mittel der Wahl, nicht nur um Züge wie Bundesbahn und S-Bahn zum Stehen zu bringen, sondern es wird auch gerne benutzt, um abzulenken, wenn die gesellschaftlichen Befugnisse von den Mächtigen vorzugsweise zum Betrieb eigener Mühlen verwendet werden. Gerne wird dabei die Maxime "der Zweck heiligt die Mittel" als Ersatzmoral hochgehalten und das Ganze verpackt in eine "Treuhandanstalt". So ist die allseits von den Leuten mit Einfluß geübte Verdummungspraxis das moralische Mittel, um den Beeinflußbaren (=Blinden) die Nichtexistenz irgendwelcher bedrohlichen Abgründe glaubhaft zu machen. Der Zweck der Lüge ist vielleicht noch akzeptabel, wenn Panik verhindert werden muß. Aber was passiert, wenn die Lüge nicht hält. Dann kommt das Ende schneller, als Mann/Frau denkt (siehe Ende der DDR). Es ist kein Halten mehr, auch nicht für die Kanzlerin und ihre letzte Kanzlerschaft wird weniger als 12 Monate gedauert haben. Ist die Betäubung jedoch ausreichend, glaubt jeder, ein undichtes Bohrloch sei keine größere Bedrohung für Mensch und Natur, selbst dann noch, wenn die öffentlich zugegebene Menge des flüssigen Erdkots sich in wenigen Wochen verhundertfacht hat. Doch eines ist wahrhaftig nicht leugbar, das Loch ist noch immer nicht zu. Genausowenig dichten die Billionen, die zur Rettung von Nullen in den Bilanzen der Bankster verfeuert wurden, die Quellen der Finanzkrise ab. Aber was ist die Finanzkrise in Wirklichlichkeit: unvorhersehbarer Kollaps oder ein Kampf aus Notwehr?

Clausewitz, der exzellente preußische Kenner nennt präzise die Charakteriska einer Auseinandersetzung, deren Zweck und ihre Mittel:

  • "Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung des eigenen Willens zu zwingen.
  • Gewalt, d. h. die physische Gewalt (denn eine moralische gibt es außer dem Begriffe des Staates und Gesetzes nicht), ist also das Mittel. Dem Feinde seinen Willen aufzudringen, der Zweck. Um diesen Zweck sicher zu erreichen, muß der Feind wehrlos gemacht werden, und dies ist das eigentliche Ziel einer kriegerischen Handlung
  • Wenn der Gegner den Willen erfüllen soll, so muß er in eine Lage versetzt sein, die nachteiliger ist als das Opfer, welches von ihm gefordert wird; die Nachteile dieser Lage dürfen aber natürlich, wenigstens dem Anscheine nach, nicht vorübergehend sein, sonst würde der Gegner den besseren Zeitpunkt abwarten und nicht nachgeben. Jede Veränderung dieser Lage, welche durch die fortgesetzte kriegerische Tätigkeit hervorgebracht wird, muß also zu einer noch nachteiligeren führen, wenigstens in der Vorstellung. Die schlimmste Lage, in die ein Kriegführender kommen kann, ist die gänzliche Wehrlosigkeit.
  • Die Streitkraft muß vernichtet, d. h. in einen solchen Zustand versetzt werden, daß sie den Kampf nicht mehr fortsetzen kann".

Bedarf es noch einer Deutung, daß die Finanzkrise ein fundamentalistischer Krieg ist. Ziel ist es, sämtliche Volkswirtschaften der Welt zu unterwerfen und ihre gesellschaftliche Gestaltungskraft und -willen in Abhängigkeit zu bringen. Alle Erträge sollen auf Dauer (für Jahrhunderte) an die Kreise gehen, die von dem Krieg profitieren. Diese verwenden die Mittel, die ihnen in Form der Zinsen zufließen, ausschließlich darauf, daß dieser Prozeß nie mehr umzukehren ist. Aber jeder - selbst wenn mit größter Blindheit geschlagen - erkennt eines sofort: die Richtung, in der die abgesaugten Mittel fließen. Wohin verliert sich im Dunkel, nur an eine Stelle gelangen sie definitiv nicht, in die Hände, wo sie zur Stützung der gesellschaftlichen Quellkräfte und zur substanziellen Gesundung der Grundlagen der Völker zur Wirkung kommen könnten.

Die Hoffnung auf Heilung durch an und in der Macht Verdummten sind Illusion und Aussagen eines Seehofer (O-Ton: "alle Gewählten entscheiden nicht und die Entscheider sind nicht gewählt") stimmen nicht optimistisch, sie zeigen nur einen weiteren Kandidaten, der sich längst verabschiedet hat. Daher bleibt alles Sehnen nach Umkehr gerichtet auf einen Umschwung mit Hilfe der stets zu jedem Aufruhr bereiten Natur. Man sehe dazu nur die gewaltige Eruption auf der Sonne vom 11. Juni. Für den 26. Juni anlässlich einer Mondfinsternis im Schützen ist ein solcher Wendepunkt erreicht und die Zeichen stehen gut.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 07. Dezember 2016 um 10:22 Uhr