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ungemütliche Leute

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... diese Türken"
(Belmondo in "Entführung aus dem Serail")

Von Zeit zu Zeit muss ein Staat seine Stärke erleben in Taten seiner Bürger für den gemeinsamen Zweck. Der Gemeinsinn wird gestärkt gleichgültig, ob das Tun erfolgreich oder im Fiasko endet. In jungen Zeiten geschah dies bei der Eroberung fremder Länder oder bei der Überwindung innerer Widerstände. Auch Kulturtaten, das Erleben ungeteilter Ideale, Sprache und Religion kräftigen die Gemeinschaft. Unterbleiben diese Erfahrungen über mehrere Generationen, verfällt die Gemeinschaft. Der soziale Organismus wird zersetzt durch Streit, Hader und krassesten Egoismus. Der Sinn für das Gemeinwohl geht völlig verloren, wenn der Staat noch diejenigen honoriert, die sich an den Überresten krass bereichern. Am vernehmlichsten krächzen dann die Geier, die beim Ausweiden profitierten.

Luzifer / Isenheimer Altar

In Einrichtungen wie der Treuhand haben zuletzt die heutigen Degenerierer in Vollzeit und S-Klasse ihre Lehrzeit im Abwracken genossen. Für belebende Taten am gesellschaftlichen Organismus haben diese Leute keinen Sinn. Ihre Intellektualität ist mit der Flexibilität der deutschen Bauordnung hinreichend umrissen. Gegen soziale "Visionen" sind solche Leute gefeit. Sie halten Ideen zur gesellschaftlichen Erneuerung für pathologisch.
Der öffentliche Diskurs fällt schließlich ins Koma, wenn diese Leute aus Geltungssucht ihr Weltbild radikal veräußern. Da außer Verfall und Niedergang ihnen keine sozialen Prozesse vertraut, wird als letzte Konsequenz der drohenden und nun notwendigen Untergang des Volkes durch fremde (und zugleich stärkere) Kräfte verkündet. Zur Stärkung der Abwehrkräfte wird ausgerechnet mit der Übermacht des Gegners Angst gemacht. Welche verrückte Therapie! In der Tat ist ein Gemeinwesen in Agonie, wenn es diese Medizin zu sich nimmt.

Kürzlich erregte die Öffentlichkeit die Warnung vor der gesellschaftlichen Verdummung durch Veränderung der genetischen Grundlagen von außen. Offensichtlich sind hier die Gene schon so durcheinander, daß sie nicht merken, wie sie vor den Gefahren warnen, die sie selber sind. Das Staatswesen wird bedroht in seiner Substanz nicht von einem starken Außengegner, sondern von den eigenen Leuten, die ihren eigenen Verdummungsprozess als gesellschaftliche Wahrheit verkünden. Hopfen und Malz ist verloren, wenn ein Gemeinwesen sich von solchen Gemütern infizieren lässt.

Nach Machiavelli müsste ein Staat oder Volk, wenn es sich erneuern will, wiederholt zu seinen Anfängen zurückkehren. Die waren ja gut, sonst wäre der Staat nicht geworden. So kann und wird gedacht von Leuten, denen jede grundsätzlich neue Entwicklung ein Greuel ist. Doch im Werden und Vergehen entwickelt sich das Leben so auch das der Staaten. Jugendfrisch kommt das Neue wie der Blitz und ist im grünen Gewand. Völker erstarken, wenn sie sich dem Kommenden öffnen. Bereits im vorahnenden Erleben des beginnenden Wachsens stärkt sich der Gemeinsinn. Gemeinsames Erleben der Expansionskraft überwindet alle Antagonisten. Das Neue kommt im Strahlenglanz des sich wieder der Gemeinschaft zuwendenden vor Ideen sprühenden Volksgeistes. Dieser lässt das Alte aussehen, was es ist.

Das etablierte Christentum ist überall auf dem Rückzug. Gegenüber dem Islam ist es spirituell verkümmert und es wird unterliegen, wenn es das Kommende weiter zu verhindern sucht. Zukünftig ist aber ein solares Christentum mit dem Kennzeichen, daß der wahre Christ den direkten Zugang zum Mittler in Sein Reich in sich selbst gefunden hat. Die institutionelle Kirchenmacht und -religion verschwindet, weil sie nicht mehr gebraucht wird. Das künftige kosmische Chistentum steht im Zeichen der Sonne und wird dem Islam begegnen in einem kosmischen Fest der Versöhnung auf den Trümmern beiderseits überlebter Institutionen. Noch ist der Islam dem herrschenden Christentum durch sein offenes Bekenntnis zum Mond und damit zu den belebenden Kosmoskräften voraus. Ein christlicher Impuls, der dem Islam als Weltenreligion ebenbürtig sein will, muss erkennen, daß es wahre Sonnenreligion ist. Das Etablierte zu überwinden ist der gerechte Kampf gegen die Verdummung. Dieser Kampf ist begonnen. Zeichen des Sieges wird sein, wenn das Todessymbol des Kruzifix aus dem öffentlichen Raum entfernt ist und ersetzt durch den Sonnenstrahlenglanz der Monstranz. Dann kann die spirituelle Allianz von Christentum und Islam im Zeichen von Sonne und Mond den nächste Schritt wagen, der da ist die Erlösung des Hebräertums durch Integration in den kosmischen Zusammenhang.

Dies sind die Voraussetzungen für das Mittelpunktsgeschehen der Jungfrau, die auf dem Monde steht. Ihr Name ist Isis-Sophia und ihr Zeichen die Venus. Dieser Impuls ist noch im Dunkel der Zukunft. Jeder, der diesen Gedanken in sich belebt, stärkt aber dessen Potential. Der einstmals für die Zukunft Europas gestiftete Gral und sein Gegenpol das Palladium werden erneut erwachen und das Spannungsfeld bilden für das Konzert aller Kräfte, das die Menschheit zum Gelingen des All(ah)s zu geben hat und in dem Luzifer selbst als fünfte Kraft erstmalig seine Stimme zum gemeinsamen Kyrie erklingen lässt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 29. September 2010 um 17:06 Uhr  

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