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Nipponaktiv

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SchwachPerfekt 

Japan stand für Hochtechnologie und für Perfektion. Nun, wo in Fukushima die Atome lodern, erlebt Japans Mythos seine Kernschmelze. Welch ein entlarvender Blick in den erkennbar bereits vor dem Unglück völlig verwahrlosten und mit alter Technik bestückten Kontrollraum des Reaktors 2. Die versiffte Bequemlichkeit, überquellende Papierkörbe und ein Dokumentenchaos auf dem Steuerpult, der Raum zeigt das alt gewordene Antlitz Japans einstiger Grandeur. Gewöhnt sind wir an Bilder, die höchste Ansprüche an Kontrolle und Sicherheit beweisen sollen. Alles Schall und Rauch, wie man sieht und das tönerne Fundament der Atomriesen zeigt sein wahres Gesicht.
Erkennbar die Mühe, mit der man versucht die Bedienungsanleitungen des Reaktors zu entziffern. Man sieht, wir sind nicht die Einzigen, die ein Problem bei Verstehen der Bedienungsanleitung unserer japanischen Küchenradios haben.

Völlig sprachlos wird man, wenn jetzt die japanische Elite regelmäßig im Blaumann und mit schweren Arbeiterschuhen maskiert auftritt, um zu zeigen, welche bürokratischen Schuttberge man wohl gerade wieder mit schwerem Raumgerät bearbeitet hat. Nein, liebe Japaner, wir leiden mit euch in den Katastrophen, aber diese Zumutung an Verlogenheit ist zuviel für unseren mitteleuropäisch nur gering entwickelten Stoizismus.

Anfänglich versuchte noch die deutsche Atomlobby einen verbalen Schutzschild hochzuhalten mit der Bemerkung seitens ihrer Spitze: "Dies ist keine Gelegenheit für eine politische Diskussion!" Da fragt man sich doch, welches eine bessere Gelegenheit für eine gesellschaftliche Kontroverse ist: Majak(1957, RU), Windscale (1957, GB) Three Mile Island (1979, USA), Tschernobyl (1986, RU) oder jetzt Fukushima. Die Statistik, die behauptet der Sicherheitsstandard der Atomkraftwerke ist so hoch, daß allenfalls alle 100000 Jahre ein Unglück zu erwarten sei, ist brutal entlarvt. Mindestens alle 25 Jahre geht so ein Ding hoch!

Die Frage ist, was macht die Atomkraft eigentlich so unsicher? Die Gründe sind simpel, wenn man weiß, daß die Energie aus einer Atombombe im Moment ihrer Zündung gewonnen wird. Wenige Momente vor dem explosionsartigen Anstieg des Energiestroms wird durch die Bremselemente ein stabiler Zustand zu halten versucht. So ist es als fahre man einen Rennwagen in einer überlaufenen Fußgängerzone, indem im ersten Gang voll Gas gegeben und zugleich das Bremspedal mit aller Kraft getreten wird. Der Prozeß ist nur unter Kontrolle, wenn alle Steuerungselemente einwandfrei funktionieren und nicht plötzlich eine Störung wie durch Wasser oder Erschütterungen eintritt.

Die zweite Frage ist, was sind eigentlich Kernkräfte. An welchen Kräften vergreifen sich eigentlich die Zauberlehrlinge der Atomwissenschaft?

Nach den Kosmologen entstand alle Materie beim Urknall und unmittelbar danach. Astrosophisch ist es der Urschöpfungsimpuls.

Letztlich läuft beides auf dasselbe hinaus. Ungeheure Energien strömten einst in das sich entfaltende Raum-Zeitkontinuum und es bedurfte der allergrößten Gewalt

seitens des Schöpfers, um das eruptive Ausfließens der Urenergie zu stabilisieren. Es hilft der Einsicht, wenn die Dinge beim Namen genannt werden. Es war und ist der ungeheure "Zorn Gottes", für den einst jedes Atom des ganzen Universums gebraucht wurde, um diese zerstörerische Gewalt zu bändigen. Dorthinein, in das Innere des Atoms hat sich sein Zorn ergossen und bleibt fest verschlossen durch eine zweite Kraft, die den Atomen und der sich darauf aufbauenden Materie ihre Formstabilität gibt. Die Atome sind die unzerstörbaren Gefäße zur Aufnahme des "Zorns" des Schöpfers, der letztlich sein eigener ewiger Wille ist. Solange diese Gefäße nicht zerbrochen werden, ist die kosmische Entwicklung stabil, doch wehe, die unbedarften Zauberlehrlinge glauben, sie können die Flaschen problemlos öffnen. Sie vergreifen sich an SEINEM Willen und das hat Folgen, wie man an den Atomkatastrophen sieht.

Nun versucht man zu retten, was noch zu retten ist und blättert dazu hektisch in Bedienungsanleitungen. Kann hier wirklich noch geholfen werden. Nun, ganz sicher geht die Hilfe ganz einfach bei denen, die durch die Katastrophe alles verloren haben, indem das Notwendige wenigstens vorübergehend herbeigeschafft wird. Das müssten die Japaner bei ihrer Leistungsfähigkeit noch selber schaffen. Aber geht auch Hilfe bei denen, die nichts verloren haben und nach wie vor alles haben, denn die sind das eigentliche Problem. Ist denen noch zu helfen? Man stelle sich vor, man wolle so einem richtig satten Banker, der gerade seine Jahresabschlußprovision kassiert hat, echt helfen aus seiner mentalen Ödnis. Wie geht man vor, wenn man beim Klingeln an seiner Haustür nicht gleich verjagt wird?

  • kann man ihm helfen, indem man ihm eine im Koffer mitgebrachte Million € schenkt.
  • oder ihm die Herrschaft über eine zusätzliche Hundertschaft ergeben wirkender Mitarbeiter bedingungslos zusagt
  • oder ihm allein den Zugang zu allem Wissen der Welt?

Selbstverständlich wird besagter Mensch die Hilfe annehmen (mit Ausnahme vielleicht der Letzten), aber geholfen ist ihm dadurch doch überhaupt nicht, denn die gemachten Geschenke bestätigen ihn nur in den Grundfesten seiner bisherigen Überzeugungen. Sie ändern rein gar nichts. Will man eine Änderung der Geisteshaltung, sind diese Präsente nutzlos und einfach verschenkt.

Wie aber, wenn man ihm anböte, man würde ihm die Fähigkeit schenken wollen, jeden Stein seines gepflegten Gartens in Gold zu verwandeln unter einer einzigen Bedingung, er müsse künftig darauf verzichten, andere zu schädigen. Zum Beweis, daß das Geschenk ehrlich und wahr ist, verwandelt sich vor seinen Augen ein Stein seiner Wahl in reines Gold. Nun der Bankmensch wird sicher erst mal den Klumpen schnell in Sicherheit bringen, aber ist auszuschließen, daß danach nicht doch wenigstens ein winzig kleiner neuer Gedanke im Hirn dieser übersatten Kreatur entsteht. Ein Gedanke vielleicht, diese neue Fähigkeit, die sich so leicht erwerben lässt, für etwas lebendiges und sinnvolles einzusetzen. Der Glaube von der Kunst der Verwandlung von Steine in Gold ist bestimmt nur etwas für esoterische Spinner in diesem Lande und es ist gar nicht nötig, als ein Schenken Wollender mit dem Erlernen dieser brotlosen Kunst seine eigene Restlaufzeit zu verschwenden. Wenn, dann lässt sich die harte Bankernuß ganz einfach und ohne Aufwand im Gespräch vor seiner Tür knacken. Man eröffne ihm nach dem ersten Hallo, daß man ihn bedingungslos liebe so, wie man sich selber liebt und daß man seinen göttlichen Ursprung anerkenne. Mehr ist nicht zu tun, sollte man plötzlich vom Impuls überfallen werden, wirklich helfen zu wollen.

Übrigens, die Kraft, die den "Zorn Gottes" in den Atomen verschlossen hält, ist von der gleichen Substanz wie die, die harte Schale des Bankers zum Schmelzen bringt. Sie ist die einzige Kraft, mit der unsere so überaus bedürftige Welt in Wahrheit und Wirklichkeit geholfen werden kann. Noch sind tief im deutschen Geistesleben die Ideen versiegelt für den Umgang mit diesen Energien. Es ist die Technik des Grals, die allein legimitiert zur Nutzung der Kräfte des Atoms.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 27. März 2015 um 15:26 Uhr