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Zeitbombe VI

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Nun, meine Lieben, es scheint dass alles an Warnungen in der Zeitbombe V nichts genutzt hat und die Eigendynamik der Ereignisse dazu führen wird, dass das Wort des Jahres 2011 wohl „Euro-Krise“ heißen wird, - was leider auch nicht besagt, dass diese auf das Jahr 2011 beschränkt bleibt...

Es sieht eigenartig aus: die Wiege der Europäischen Kultur und Zivilisation, die Hellas, nun auch wohl langsam aber ziemlich sicher zu deren Grab mutiert...Gott bewahre...!

...Er wird es aber nicht bewahren können, denn der Mensch hat seine Freiheit zu Erkennen und zu Entscheiden, was richtig und falsch ist, für sich reklamiert, jedoch dank seiner Bequemlichkeit in denselben, diese Freiheit als den Weg des geringsten Widerstandes versteht...

Der Euro ist nicht alles aber ohne Euro ist alles nichts? Es werden Theorien über Theorien laboriert, die gruseligsten Zukunftsvisionen ohne Euro heraufbeschworen. Der Denkfehler liegt jedoch darin, dass hier der Schwanz mit dem Hund wedelt.

Offensichtlich nach den Zeitalter wo „Jeder ist seines Glückes Schmid“ gelautet hat, kommt nun eine Ära, wo der „Kapitalmarkt“ – was auch immer das heißen mag – alles in der Welt bestimmt und die innere Veranlagung jedes einzelnen Menschen und seine Persönlichkeit zur „Flexibilität“ verbiegt. So handfest dieser Kapitalmarkt sich der gemeinen Logik auch zeigt, so unwägbar, unkontrollierbar, undefinierbar und letztendlich unberechenbar dessen Wirkung in der Realität Europas und der ganzen Welt ausstrahlt: Vertrauenseinbrüche, Zukunftssorgen, Rezessionsangst, etc. Also lauter seelische Parameter...

Die Idee einer Europa zusammenwirkender Positivität, gemeinsamer Ideale, Wirtschaften, Kulturen und Frieden und Wohlstand für alle ist eine Illusion, wenn die Abhängigkeit von Fonds, Bonds und Börsen und Banken alle Gestaltungskräfte der Politik, der Gesellschaft und schließlich ganzer Völker lahmlegen können. Von heute auf morgen ist alles Beschlossene Makulatur, weil okkulte Kräfte die Geldströme dem globalen Wirtschaftkreislauf entziehen und alles Geschehen der Beliebigkeit des profitablen Augenblicks unterwerfen... Erkennen und Handeln aus der wahren geistigen Beschaffenheit des Menschen wäre die richtige Antwort dazu, die allerdings nur jeder Einzelne besorgen kann. Darauf könnte auch eine zukunftsträchtige Bildung entstehen, die schon in breiten Schichten der Gesellschaft vermisst wird...! Die Politik kann Rahmenbedingungen schaffen, Ideen und Lebensinhalte können aus individuellen geistigen Erkenntnisanstrengungen und nicht aus Parteiprogrammen entstehen. Der Beweis ist die Massenreaktion der pragmatischen Politik gegenüber wenn das Leben in der Gesellschaft zum Diktat des Krisenmanagements wird...

Lange Krankheit, sicherer Tod! ...Was ist jedoch krank in diesem seit dem 05.08.2011 sich zu Rezession hin drehende Karussell?

Krank sind es die tönernen Füßen dieses globalen Molochs, der als die  sog. „Deregulierung der Märkte“ geboren wurde. Dem blanken Profitgier überlassen, sind ganze Volkswirtschaften und deren jahrhundertealten Industriebranchen wegrationalisiert und bestenfalls auf Maximalprofit für die globalen Geldgeber getrimmt worden. Gerade hierbei wurde die Psychologie der Völker, ihre Identitätsempfinden, Charaktereigenschaften, Lebensgebräuche und Traditionen nicht berücksichtigt bzw. schlichtweg ignoriert. Jene sind aber die wahre Vertrauensbasis gedeihlichen Handelns und nicht das Vertrauen grauer Kapitalmärkte und am Ende deren Erkennens und Integrierens in der politischen Gestaltung kann eine gemeinsame Währung Bestand und Lebenswirklichkeit bekommen.

Auf die Gefahr der Wiederholung hin behauptet erneut Psedo-Kassandra: ein möglicher Lösungseinsatz ist es, den Hund wieder mit dem Schwanz wedeln zu lassen und zwar in der Gestalt der Rückgabe der Menschenwürde an seinem Urheber, den Menschen. Das könnte geschehen in der Form eines bedingungslosen Grundeinkommens, der dem Menschen die Gestaltungsfreiheit ermöglicht, seine „Flexibilität“ nicht zur Willenlosigkeit, Opportunismus und Resignation verkommen zu lassen und aktiv im Sinne seiner Interessen und Begabungen zu handeln. Die Unterstellung, er könnte sich damit dem Nichtstun widmen, ist ein Gedanke den gerade diese materialistische globale Rasenmäherwirtschaft und Profitdenken gezeugt haben und die ein entsprechendes Menschenbild aufstellen...

So lange die Verquickung von Wirtschaftsleben, Rechtsleben und Geistesleben unter Alleinherrschaft der Gesetze des Wirtschaftlichen das Sozialleben der Menschheit bestimmt, ja die globale Zivilisation von den Triebfedern ökonomischer und finanzieller Interessensphären abhängen, wird die Steigerung aller möglichen Krisen die Regel und nicht die Ausnahme sein...! Warum? Weil alle Anstrengungen die Krisen zu bewältigen werden aktuell mit den gleichen Mitteln geführt, die diese Krisen hervorgerufen haben...!

Zum abschließenden Nachdenken und im Lichte der sich auftuenden närrischen Zeit, nachfolgend ein Zitat aus dem Munde Rudolf Steiners, eines heute meist verkannten jedoch nicht minder wahren Menschheitslehrers, der am Anfang des 20 Jahrhunderts die prophetische Aussage traf:

« ...Denn bedenken Sie nur einmal etwas, was zusammenhängt mit unseren durch Monaten hindurch gepflogenen sozialen Betrachtungen. Die zielen darauf hin, den Nachweis zu führen von der Notwendigkeit, das geistige Leben neben dem Rechts- oder Staatsleben von dem bloß wirtschaftlichen Leben abzusondern. Vor allen Dingen zielen sie darauf hin, Verhältnisse über die Welt hin zu schaffen oder wenigstens - mehr können wir ja zunächst nicht tun - Verhältnisse über die Welt hin als die richtigen zu betrachten, welche ein selbständiges Geistesleben begründen, ein Geistesleben, das nicht abhängig ist von den anderen Strukturen des sozialen Lebens, wie unser gegenwärtiges Geistesleben, das ganz drinnen steckt im Wirtschaftsleben auf der einen Seite und im politischen Staatsleben auf der anderen Seite. Entweder wird die heutige zivilisierte Menschheit sich dazu bequemen müssen, ein solches selbständiges Geistesleben hinzunehmen, oder die gegenwärtige Zivilisation muss ihrem Untergang entgegengehen und aus den asiatischen Kulturen muss sich etwas Zukünftiges für die Menschheit ergeben… »  (Gesamtausgabe 191-211/212 - Vortrag am 2 Nov. 1919 in Dornach)

Stecken wir da heute, nach der ersten Dekade des 21 Jahrhunderts, nicht schon (fast) mittendrin… ?

Eure prophezeiungsmüde

Pseudo-Kassandra

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. November 2011 um 09:52 Uhr