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von der Seelen Getriebe

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Relationen des SeelenlebensDas Seelenleben ist mit drei Elementen (Denken, Fühlen und Wollen) nach anthroposophischer Sicht umfassend bestimmt. Bei diesen handele es sich um nahezu voneinander unabhängige Grundkräfte der menschlichen Seelentätigkeit, so wie eine jede der drei Raumesdimensionen von der jeweils anderen (dimensional) unabhängig ist. Jeder Grundkraft ist lediglich touchiert von den anderen beiden. So zeigt das Denken sehr wohl eine Fühlkomponente (z.B. beim Kopfschmerz durch zu intensive Denkbemühungen) wie auch eine Willenskomponente (so beim Bemühen logisch zu denken). Es ist ein Leichtes, die Fühls- und Denkstruktur des Wollens, sowie die Denk- und Willensanteile des Fühlens bei sich selber überprüfen.

Alle drei Seelenaktivitäten sind Erscheinungen der Zeit und haben keinen Raum. Aber sind es auch Urkräfte des Lebens, jede für sich eine einzigartige Singularität oder stammen diese Kräfte aus einer weiteren (noch) unerkannten Urquelle? Nun, im normalen Seelengeschäft scheint jede für sich allein impulsierend zu wirken aber man versuche einmal, spezifische Gefühle wie Trauer oder Glücklichsein nur durch den Willen in Gang zu bekommen.

Die Tatsache, daß diese Seelenphänomene reine Zeit"erscheinungen" sind, lässt aber eine spannende Wesensverwandtschaft der drei Kräfte erkennen. Das Denken verläuft, wenn es gesund ist, linear in der Zeit und ist somit einer ersten Zeitdimension zugehörig. Fühlen ist flächenhaft, es zeitigt sich immer an Ober- oder Grenzflächen, an denen es sich entzündet. So schwer es klingt, man gewinnt eine Vorstellung, wenn man Fühlen als eine Art Zeitfläche zu verstehen versucht. Fühlen ist gleich Denken zum Quadrat. Das Wollen schließlich ist allseitig frei und hat einen Freiheitsgrad mehr als das Fühlen. Wollen ist ebenso wie die anderen beiden Seelenaktivitäten nicht im Raum, aber es ist in Raum und Zeit wirkend. Wollen hat die Zeitdimension hoch drei. Wenn man so will und über die entsprechende Vorstellungskraft verfügt, hat das Wollen die "Gestalt" eines Zeitkubus.

Der große Kepler hatte dieses Verständnis. Sein Gesetz der Umlaufzeiten der Planeten verbindet eine Fläche mit der variablen Geschwindigkeit des Planeten bei seiner Bahn um die Sonne. Hier steht offensichtlich eine kosmische Fühlfähigkeit der Planeten mit ihrer linearen Eigengeschwindigkeit bei seiner Bahn um die Sonne in Bezug.

Wenn es sich nun bei den Seelenkräften um Grundkräfte handeln sollte, müssten drei singuläre Urquellen ausfindig zu machen sein, tatsächlich sind die Kräfte aber von einander abhängig wie Elektrizität und Magnetismus. Die elementare Urquelle dieser Naturkräfte ist die Polarität. Das Potential bei beiden Kräften wird bewirkt durch mehr oder weniger "+" und "-" und eines prästabilen Gleichgewichts beider Pole, die absolut unabhängig ist von dem, was zwischen den Polen passiert. Was ist aber die verborgene Urquelle von Denken - Fühlen - Wollen? Völlig hirnrissig wäre es, die Polarität als Urquelle zu vermuten. Müsste man jedoch den Nachweis führen, daß der Menge an bösen Gedanken einer gleich große Menge an guten Gedanken gegenübersteht. Die Anthroposophie nennt auch keine Urquelle, aus der sich diese Seelenkräfte ableiten ließen. Das Thema war vermutlich in der damaligen Zeit noch viel zu heikel, um es öffentlich zu machen. Nun, heute sind die Menschen da, die es verstehen und die giftige Verachtung derjenigen Gesinnungsgenossen, die noch im radikalen Materialismus vereint sind, lässt sich mit einem Lächeln ertragen!

Der gemeinsame Ursprung von Denken-Fühlen-Wollen ist die Liebe!
Sie ist die Kraft, aus denen die Grundkräfte des Seelenlebens quellen. Das Geheimnis der Strukturen und der Relationen von Denken-Fühlen-Wollen lässt sich nur entschleiern, erkennt man ihren Zusammenhang mit dem einzigartigen Urphänomen der Liebe. Beim Komplex "Denken-Fühlen-Wollen" handelt es sich um eine dreifach differenzierte Projektion der Urkraft Liebe. Diese ist selber (wie das Ich) ein Phänomen außerhalb von Zeit und Raum. Das anthroposophisch dreigegliederte Weltbild bedarf dringend dieser Erweiterung, denn ohne ein Verständnis der wirklichen Quelle sind diesbezügliche geisteswissenschaftlichen Forschungen wie das nächtliche Suchen einer schwarzen Katze im lichtlosen Raum, die diesen längst verlassen hat. Ja, der Glaube, eine dreigegliederte Seelentätigkeit sei hinreichend beim stets angesagten Thema "Schulungsweg", führt direkt in die schauerlichsten Seelenabgründe, getränkt durch geistigen Hochmut und der gemeingefährlichen Sucht zum Sektizismus.

In der Götterdämmerung ist Thor mit der Midgardschlange im Kampf. Der gewaltige Göttersohn versucht die Midgardschlange hochzuheben aus dem Weltenmeer und trotz seiner Göttermacht schwinden ihm die Sinne und er unterliegt. Nach Rudolf Steiner verbirgt sich hinter der Midgardschlange der summierte Egoismus aller Menschen und Thor versucht dieses schauerliche Viech, welches die Welt im verschlingenden Zugriff hält, aus den Weltentiefen zu heben in die Höhen, in denen sie gefahrlos an die Leine gelegt werden kann. Beide versinken zwar im Weltenbrande, doch dieser Kampf ist längst nicht beendet. Der Kampf kommt erst in der zwölften Runde zur Entscheidung, wenn verstanden wird, daß es sich bei der Midgardschlange in der Tat nicht um den weltweiten gesteigerten Egoismus handelt, den es zu überwinden gilt, sondern es ist die ungeläuterte kosmische Sexualität in uns, die unser Denken, Fühlen und Wollen im animalischen Würgegriff hält. Die Kundalinischlange schläft allerdings zum Glück in uns. Wer sie aber ahnungslos zu wecken versucht, dessen Seelenkräfte werden erbarmungslos vernichtet. Nichts anderes besagt der Weisheitsblick auf das einstige Göttergeschehen. Die Aufgabe der Menschheit ist es, die Kundalinischlange zu zähmen, um sie zu verwandeln. Ist sie erst golden, ist die größte Kraft gewonnen, die die Welt im Innersten zusammenhält und über die der Mensch gleich einem Göttersohn im Kosmos souverän verfügen kann. Der Verwandlungsprozeß ist nur möglich, wird die Schlange im kochenden Wasser reinster Herzenskraft gesotten und gesalzen. Im goldenen Glanz lässt sich der gezähmte Drache wie ein Schoßhündchen führen. Nichts anderes besagt das köstliche Bild aus dem apokalyptischen Zusammenhang.

Im Internet zeigt sich an vielen Stellen, wie nah wir heute an diesen Dingen "dran" sind. Das kleine Movie bei YOUTUBE ist eine Fundstelle zur Stärkung der dafür notwendigen Herzenskräfte.

Rudolf Steiners Schulungsweg ist "Bottom down". Steiner nannte seinen Vorschlag gefahrenfrei. Dennoch ist dieser Weg nicht gefahrenlos, weil er allein begangen in die Wüsteneinsamkeit des Herzens führt. Doch öffnet sich man sich Gefährten, mit denen die Höhen und Tiefen gemeinsam durchschritten werden, darf man sicher sein, Überraschungen zu erleben, die nur das Herz allein zu bewältigen vermag. Nicht nur erlebt man elementar die kosmischen Weltengesetze

  • Schwerkraft als Resultat des Verhältnisses von Gut und Böse
  • Ursache- und Wirkungsgesetze zwischen Geisteswelt und Naturwelt

sondern man bekommt es sofort mit der Rätselkraft "Attraktion" zu tun. Schon bei der ersten innerlichen Wendung nach dem ewigen Osten zeigt sich am inneren Horizont die zarteste rosa Aurora, verheißend einen Geistestag unter dem lichten Gral. Die kommunizierende Seele beginnt die Verheißungen des kommenden Tages zu ahnen. Der innere Weg zu zweit führt zur Speisung der unterzuckerten Seele. Bereits in frühester Stunde beim ersten Ma(h)le wird Götterspeise gereicht. Wahrhaftig Ambra und Ambrosia stärkt die Seelen auf der Wanderung der gegenseitigen Erkenntnis, das da heißt gemeinsames Gehen in Seinen Namen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 04. November 2014 um 10:23 Uhr