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Home Stalingrad 2008 Bypass gegen Finanzinfarkt

Bypass gegen Finanzinfarkt

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Grundeinkommen als Volksgeld?

Das Finanzsystem hat ein solches Maß an Perversion erreicht, dass nur hohchgradig pathologische Selbstverstümmler sich in die Nähe dieser durchgedrehten Kapitalturbine wagen. Was außer Kontrole geraten ist zum Schaden der Nationen ist nicht mehr auf ungefährliche Drehzahlen rückfahrbar. Der Turbokapitalismus muss an sich selber zugrunde gehen nach den Gesetzen, mit denen die Natur ihre grausamen Selbstreinigungsprozesse durchführt. Die Schlange hat sich an sich selber verschluckt.

Die einzige Chance der sich anbahnenden Selbstvernichtung des Weltwährungssystems zu begegnen oder zumindest die Auswirkungen auf die Gesellschaften zu mildern, liegt darin, den weltweiten Infarkt der Zahlungsströme durch geschicktes Anlegen eines Bypasses zu verhindern. Bereits im Mai 2009 wurde hier im Zusammenhang mit dem bedingungslosen Grundeinkommen eine Lösung unter dem Stichwort Vollgeld skizziert, die jedermann einsichtig und nachvollziehbar diejenigen Staaten vor der bevorstehende Katastrophe bewahren kann, die sich zur Verwirklichung dieses Schrittes entschließen.

Die damaligen Überlegungen waren noch auf die Fragen der Finanzierbarkeit des Grundeinkommens ausgerichtet. Heute geht es schlicht um den einzig möglichen Ausweg aus der globalen Verschuldungskatastrophe.

Jetzt gefordete neue Konjunkturprogramme sind abslolut kontraproduktiv, weil sie die Schlange nähren und nicht die Opfer. Die von EU und den maßgeblichen Staaten über EZB/EWS losgetretenen Geldlawinen stärken den Todestrieb der sogenannten Märkte, dienen aber in keiner Weise der Stabilisierung der finanziellen Grundlagen der europäischen Völker!

Nur mit einem neuen stabilen Geld (besser Volksgeld statt Vollgeld) zur Gewährleistung des Zahlungsverkehrs für den Grundbedarf der Volkswirtschaften lässt sich der Sterbeprozeß des globalen Finanzsystems für den Bürger noch erträglich gestalten. Volksgeld ist keine zweite Währung innerhalb der bestehenden EU-Währungen. Die Einführung des Volksgelds keiner extra Geldschöpfung oder gar einer Finanzierung über die Notenbanken. Jeden Monat wird aus dem vorhandenen Geldkreislauf  Volksgeld als Bürgergeld gekennzeichnet und damit inflationsgefährdeten Giralgeld entzogen. Dieses Geld ist lediglich durch geringfügige Modifikationen gegenüber dem übrigen Währungssystem gekennzeichnet. Diese sind:

  • Volksgeld ist nicht verzinsbar
  • Volksgeld ist nicht börsenfähig
  • Volksgeld ist nicht beleihbar
  • Volksgeld ist nicht kreditierbar
  • Jeder Bürger hat einen monatlichen Anspruch auf maximal 1000 € Volksgeld
  • Volksgeld kann ausschließlich für die Erfordernisse des Grundbedarfs der Bürger als Zahlungsmittel verwendet werden!

Die Einführung des Volksgeldes geschieht ohne Erhöhung der Staatstverschuldung. Zur der Etablierung des Volksgeldes bedarf es keiner Investition seitens der Staaten, sieht man einmal von den Kosten für Stempel und Stempelkissen zur Markierung der €-Scheine als Volksgeld ab. Mit den Banken können Gebühren über die Führung der Volksgeldkonten vereinbart werden, deren Erlöse sich Staat und Banken teilen. Die Auflagen an die Bürger bestehen lediglich darin, daß der Summe des im Laufe des Jahres erhaltenen Volksgelds Ausgaben des täglichen Bedarfs (Ernährung, Energie, Kleidung, Wohnen, etc.) in gleicher Höhe gegenüberstehen.

Es bedarf keinerlei zusätzlicher Geldschöpfung des Volksgeldes durch die Zentralbanken, sondern lediglich eines Verwaltungsaktes, der das Vollgeld als gesetzliches Zahlungsmittel für die genannten Zwecke deklariert. Die Einführung des neuen Geldes wird aus dem Geldkreislauf des bestehenden Geldes gewonnen. Nach Ablauf eines Jahres sind alle Volkswirtschaften, die dieses einführen, mit dem zur Deckung des Grundbedarfs der Bevölkerung notwendigen Geldbedarfs gesättigt. Alle Bürger dieser Staaten können dann dem Untergang der bestehenden Währungssysteme mit Gelassenheit begegnen. Ihre Grundversorgung ist durch das goldwerte Volksgeld inflationsresistent gesichert!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 24. März 2013 um 18:40 Uhr