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Home Gralsmysterium Transformation der menschlichen Sexualität

unbefleckte Empfängnis und Aspekte der Entwicklung der Sexualität

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Crivelli, Carlo VerkündungUnlösbar heißt es, ist die Quadratur des Kreises. Ein selbstgemachtes Dogma reicht offensichtlich den Klardenkern unserer Tage, sich der so simplen Aufgabe, die Wurzel aus Pi geometrisch zu lösen, auf Dauer zu entziehen. Erkenntnisverweigerung gilt auch unter der hohlen "Aufgeklärtheit" der Erleuchteten und Brights unserer Tage, wenn es um das Verständnis der jungfräulichen Zeugung Marias geht. Doch selbst in der katholischsten aller Christengläubigkeit wird das Denken über dieses herausfordernde Phänomen wenig kraftvoll verteidigt. Verschämt ist es in römischen Kreisen höchstens als Dogma noch sakrosankt.

Doch welche grandiosen Horizonte eröffnen sich, nimmt man die unbefleckte Empfängnis Mariens führwahr. Das diesbezügliche Wirken des Heiligen Geistes ist doch erkennbar seine schöpferische Urnatur und sofern man eines Verständnisses eines Schöpfergottes teilhaftig ist, wollte die Gottheit dem sinnenden Menschen höchstselbst einen Denkanstoß geben dafür, daß es keineswegs gewiß ist, nur das konventionelle Zusammenstoßen der Geschlechter sei der Fortpflanzung einzig mögliche Art. Nimmt man die biblische Überlieferung, muß man in der Lebensform Evas ja genau genommen auch der Adams zwei unterschiedliche Vorformen der unbefleckten Empfängnis sehen, denn beiden "Geburten" geht kein Zeugungsakt im fleischlichen Sinne voraus.

Nach dem althebräischen Glauben fand die Adamsgeburt, wie aus dem noch heute benutzten jüdischen Kalender abzulesen ist, vor 5772 Jahren statt. Nun gibt es eine merkwürdige "Prophetie" Rudolf Steiners, daß die gegenwärtige Praxis der Fortpflanzung der Menschen nicht von Dauer ist und eine künftige Menschheit in 5000 Jahren nach der Zeitenwende den Geschlechtsakt zur Zeugung nicht mehr ausüben wird sondern den Vollzug kraft einer zwischenzeitlich ungeheuer gesteigerten Wortmächtigkeit des Kehlkopfes bewirken wird. Diese Aussage werden die "Aufgeklärten" unter uns natürlich genauso nur als Ausgeburt einer hirnkranken und irregeleiteten Phantasie bezeichnen, aber freie Geister scheuen das Risiko neuer Gedanken keineswegs. Damals ließ sich Steiner darüber nicht weiter aus, so daß wir heute genötigt sind, unseren eigenen Denkapparat zur Bezeugung neuer Formen der Fortpflanzung in Gang zu setzen. Die Tatsache der unbefleckten Empfängnis fordert uns heraus, ein Mysterium zu enthüllen, das im innigsten Zusammenhang mit der Entwicklung der menschlichen Sexualität steht. Dem besonnenen Nachdenken über die jungferliche Empfängnis Mariens offenbart sich eine Prophetie über das Ziel der weiteren Entfaltung der menschlichen Sexualkraft. Mariens Schwangerschaft ist der erstmalig zur Zeitenwende stattgefunden habende Prototyp einer künftigen Begegnung von Mann und Frau zum Behufe der Fortpflanzung unserer Art. Das, was Maria am 25. März des Jahres 1 v. Christus durch Gabriel verkündet wurde, wird eines fernen Tages die gesteigerte Form des heute praktizierten Zeugungsaktes zwischen Mann und Frau sein. Diese Art der Fortpflanzung wird die Erkenntnisfähigkeit der Menschheit befördern, denn alle so gezeugten Kinder werden in ihrer Art und ihren Fähigkeiten sich im genetischen Code von den weiter konventionell per Samenerguss bewirkten Kindern unterscheiden. Natürlich wird diese neue Zeugungsfähigkeit bei den nicht entwickelten ungeheure Eifersüchte und Neidenergien freisetzen, die erst nach kolossalen mörderischen Kriegen sich befrieden lassen wird. Das wird die Entwicklung im Sinne einer Höherbefähigung der Menschheit aber nicht aufhalten können.

Leichtfertigerweise könnte heute der Einwand gemacht werden, daß dieses Verständnis Mariens als Prometheus(-in) der Sexualität elementare Gegenkräfte auf den Plan ruft und von diesen angeleitet eine pervertierte Wissenschaft diese Sexualtechnik im Labor zu entwickeln sucht. Dieser Einwand ist mit Gelassenheit zu nehmen, da die aufgezeigte Fortpflanzung durch eine geheiligte geistige Kommunion nur erfolgreich sein wird, wenn sie auf dem Fundament einer gegenseitigen absolut übereinstimmenden Liebefähigkeit beruht. Zeugungen mit bürgerlichen Überlegungen im Hintergrund werden den Austausch und die Vereinigung des genetischen Codes auf diese Art nicht zulassen. Den Anhängern der gegenwärtigen Fortpflanzungstechnik kann aber versichert werden, daß eine Verringerung der Stärke der Emotionen keineswegs zu befürchten ist. Die Beseligung der Partner wird ungeheuer gegenüber dem jetzigen "Verfahren" gesteigert sein, so daß die sexuellen Erfahrungen heute demgegenüber als brutale Verstümmelung des Erlebens der sexuellen Energien erscheinen werden. Auch wird sich das Phänomen einstellen, daß jene neuen Schwangerschaften schmerzlos bei der Geburt enden. Das seit der Vertreibung aus dem Paradies geltende Gebären unter Schmerzen wird dann für diese Frauen so verlaufen, wie es einst Maria erstmalig in absoluter Schmerzlosigkeit erleben durfte.

Quadratur des Kreises

Das Wagnis über diese konkreteste Entwicklung einer nur scheinbar über alle Zeiten unwandelbaren Sexualpraxis zu sprechen ist relativ gering, da jedem nüchtern mit dem Phänomen der gegenseitigen Begegnung in Sympathie und Liebe umgehenden Menschen Phänomene als Vorstufen bekannt sein dürften, wie zum Beispiel die gegenseitige Befruchtung durch Austausch von lebenskräftigen Ideen, die durchaus als Vor- oder Nebenübungen dieser künftigen Realität verstanden werden können. Auch wenn die Tragweite dieser Erfahrungen noch im Dunklen liegt, auch hierzu bedarf es der menschlichen Stimme, die sich des Kehlkopfes als Medium bedient.

Daß bereits vor mehr als einem Jahrtausend im Gralszusammenhang diese Aspekte der Entwicklung der menschlichen Sexualität bekannt waren, dürfte keine Frage sein für diejenigen, denen die Quellen, die uns dank Wolfram überliefert sind, vertraut sind. So manche Passage im Willehalm, mit der die Beziehung zwischen dem Protagonisten und seiner amie Gyburc geschildert wird, deutet unmittelbar darauf hin.

Dieser Entwicklungsgang ist so sicher, wie die reale Lösung der Quadratur des Kreises, auch wenn Ferdinand von Lindemann bewiesen zu haben glaubt, daß dieses mit Zirkel und Lineal nicht möglich sei. Die Lösung dieses klassischen Problems ist ein Wahrbild der künftigen Liebespraxis, mit der keineswegs ein Ende der Sexualität verbunden sein wird. Die Sphären zweier Menschen in diesem geschilderten Zeugungsakt berühren mit ihrem Rand jeweils den Mittelpunkt des Anderen in völliger Hingabe und Verständnis. In dem Überlappungsbereich beider entwickelt sich dann die Energie, die den Begattungswunsch in ferner Zukunft beseligt. In diesem Überschneidungsraum befindet sich übrigens auch die Abmessung, die das Rätsel der Quadratur des Kreises geometrisch löst.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. Mai 2012 um 10:20 Uhr