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Home Hirnforschung "Egotunnel"

Adam, wer bist du?

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Ein deutscher Philosoph aus Mainz schreibt ein Buch über das "Ich", zwar nennt er es nicht so, er nennt es "Phänomenales Selbstmodell". Bereits auf der ersten Seite seines Buches "Der Egotunnel" verletzt er die gesicherte Grundregel philosophischer Logik mit einem gesteigerten Tautologismus "Niemand hatte oder hat ein Selbst"! Schieres Kopfdenken scheiterte und wird immer zerschellen im Bemühen um Erkenntnisse über das Ich. Es ist das unzugänglichste Forschungsgebiet überhaupt. Um im Bemühen beim Verständnis des Ich zu wirklichkeitsgesättigten Ergebnissen zu kommen, ist statt Hirnakrobatik ganzer körperlicher Einsatz von Nöten. Herz, Niere, Leber, Milz, Lunge selbst die Füße müssen gleichzeitig in gesteigerter Selbstwahrnehmung sein, um das objektive Ich in völliger Ruhe dazu zu bewegen, sich einen Spalt weit zu öffnen. Dann gibt es Geheimnisse seiner inneren Struktur frei.

Arme Agnostiker! Welch Wahn, wenn sie glauben, das nie gesehene Glühen ihrer neuronalen Netze verschaffe ihnen eine belichtete Substanz über ihr Ich. Beklagenswert sitzen sie auf ihrer Gehirnwippe ohne Gegenüber. Kein Partner auf der anderen Seite der Schaukel, der sie in die Höhe bringt. Sie mögen sich noch so anstrengen, die Freude an gediegener Erkenntnis bei diesem anspruchsvollen Spiel kommt erst mit einem gleichgewichtigen Mitspieler jenseits des Bewußtseins. Dies kann aber nur der sein, von dem alles "Ich" ausgegangen ist und noch immer ausgeht. Nur, wer sich seines Schöpfers nicht verweigert, hat den allerbesten Mitspieler gefunden. Wer Seine Existenz von vornherein leugnet, darf sich nicht wundern, wenn er auf der Gedankenwippe mit sich alleine auf dem Boden bleibt und nur in selbst gemachten antisophischen Suppenresten mit seiner Bewußtseinsfunzel im Trüblicht rührt.

Der LuziferSohn

Gewiß ist das "Ich" nicht vom Anfang dem "Darwin"-Mensch beigegeben. Es ist eine "Errungenschaft", die erst dann in den Gang der Entwicklung kam, als die Zeit bzw. der Mensch dafür reif geworden war. In der anthroposophischen Geisteswissenschaft wird geglaubt, dies sei die Zeit des Wirkens des Christus auf Erden und eine Folge der Golgathaereignisse, die den Menschen mit einem "Ich" begabte. Dem kann nicht mehr gefolgt werden. Der Zeitpunkt, daß ein Ich-Mensch über irdischen Schollen ging, liegt viel früher. Der erste, um den es hier geht, war ein Mensch, den nicht der Schoß einer Frau geboren hatte, es war Adam und der Zeitpunkt war nach jüdischer Überzeugung vor 5774 Jahren.

Nun, es versteht sich von selbst, daß Adam biologisch nicht der erste Mensch war, die Entwicklung des Menschen umfasst natürlich viel größere Zeiträume, aber Adam ist der erste unseres Geschlechts, der zu sich selber "Ich" sagen konnte. Von welcher Art war aber sein "Ich", das ihm sein Schöpfer dereinst einhauchte, das ist die erkenntnisbringende Frage.

Das menschliche Bewußtsein entwickelt sich aus einem Urimpuls und es hat ein Entwicklungsziel. Das leugnet selbst der materialistische Spiritualismus des eingangs erwähnten Philosophen nicht. Mit der Versenkung des Ichs in den physischen Leib war der erste wahrhafte "Mensch" geboren, der sich vom Tier unterschied. Eines Tages, so die Verheißung, wird er vollendet sein wie Gott. Das MenschenIch ist dann vollständig durchdrungen vom Ich seines Schöpfers. Theosophisch hat ein solcher Mensch dann den Gottessohn in sich zur vollen Wirksamkeit entfaltet. Sein Ich ist somit der "Vater" des Gottessohnes. Der Christus bezeichnete sich nach einem entsprechenden Prozeß selber als Menschensohn mit dem "Vatergott" in sich. Dies kennzeichnet die vollendete Durchdringung der Göttlichkeit mit dem Menschensein. Metaphysisch ist es die Vereinigung der absoluten Unendlichkeit mit der irdischen Begrenztheit des Menschen. Es ist völlig einsichtig, daß dieser "Vorgang" nur einmalig sein musste und daß dieser Gottestod in die Materie mit dem Geschehen zu Urostern am 3. April 33 zum Abschluß kam.

Der Prozeß der innerlichen Ichgeburt im fleischgebundenen Geist kann sachgerecht nur als männliche Schwangerschaft bezeichnet werden. Diese Tatsache des vom Vater ohne Mütterlichkeit bezeugten Sohnestum muss gewiß Alice und ihre Schwestern im Geiste bis aufs Blut reizen. Hier findet der dogmatische Feminismus seine Grenzen, wenn sie sich nicht aufnahmefähig macht für die Spiritualität der ISIS-Sophia. Anderenfalls entsteht hier ein weiterer greulicher "Egotunnel" des menschlichen Bewußtseins, dessen Zeichen ungezähmte weibliche Herrschsucht im Verbund mit gnadenloser Selbstgerechtigkeit sind.

Infolge oben bezeichneter Anstrengungen erhellte sich kürzlich der Zusammenhang, um welches "Ich" es sich eigentlich gehandelt hat, das bei der "Schaffung" Adams und in der Folge auch der unbemutterten Eva dem Erzvater eingepflanzt wurde. Das Ich des Adam ist das Ich Luzifers. Im geistigen Sinne konnte der Adam von sich bekennen "nicht Ich sondern Luzifer in mir". Das Adam "Ich" ist im Sinne des Vorherigen der LuziferSohn. Dieses Ich war kein sich erst im Verlaufe des lebenden Adams Entwickelndes. Bei seiner Erschaffung durch die Elohim war es bereits durchdrungen von dem göttlichen Licht des MenschenSohns.

Zum Abschluß noch ein Hinweis auf die wirksamen Triebfedern, mit deren Hilfe das Ich-begabte Individuum sein Ziel der Erlangung vollständiger Schöpferkraft zu betreiben hat. Es sind die Seelenkräfte der Lebensentfaltung "Glaube - Liebe - Hoffnung", die in richtiger Weise verwendet eines jeden Menschen Ich dahin bringen wird, wozu es einstens bei seiner Schaffung erdacht wurde. Dies Dreigespann steht natürlich in enger Beziehung zu der anderen Trinität des "Denken - Fühlen - Wollen". Beide Seelenkomplexe sind eindeutig reine Kräfte und Phänomene der Zeit. Letztere wurzeln in der ewigen Gegenwart mit der Ausrichtung in die Zukunft. Bei korrekter Verwendung der Kräfte Glaube - Liebe - Hoffnung greift der Mensch unmittelbar in das Potential der Zukunftskräfte, um von dort auf die Gegenwart zurückzuwirken. Wer hier auf die Wirkungslosigkeit des Glaubens verweist und die unendlichen Möglichkeiten des Aberglaubens, verkennt eben, daß wenn der Glaube nicht auf Realitäten des Zukunftsfelds verwendet wird, seine Kraft gegenüber dem Zeitgeschehen gleich Null ist! Dieser Glaube ist dann eben ein Aberglaube.

Abschließend sei noch erwähnt, daß im Sinne der hier bereits wiederholt angesprochenen "organischen Physik" die Dimensionen von Glaube - Liebe - Hoffnung exakt gleich sind denen von Denken - Fühlen - Wollen. Die Dimension von Glaube ist die Zeit, Liebe hat die Dimension einer Zeitfläche und Hoffnung entspricht einem Zeitenraum mit der Dimension Zeit^3!

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 12. April 2017 um 18:29 Uhr