Tiny-Mundo

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Damned Germans

E-Mail Drucken PDF
Benutzerbewertung: / 4
SchwachPerfekt 

Zum Zeugnis ungebrochener Schaffensfreude borgte sich die an dem Berliner Schillertheater hausende deutsche Staatskultur bei einem Genossen des britischen Zeitgeists eine Inszenierung der "Damnation du Faust". Einst war für Hector Berlioz Goethes Faust-Drama eine erweckende Entdeckung. Begeistert von dem Mythos gab er in einem Jahrzehnte währendem Bemühen einer Reihe von Szenen aus Faust I einen tief empfundenen musikalischen Hintergrund, der heute noch jeden Faust-Enthusiasten vom Sessel reißt.

2011 hatte Terry Gilliam das Werk für die English National Opera zu einer Art Oper gewuppt. Der von Monty Python gekaperte "english humour" machte sich den joke, den ursprünglich dramatisch beziehungslosen Szenen einen historischen Hintergrund des 20. Jahrhunderts zu geben. Für US-Mann Gilliam ist das Nazitum eine notwendige Folge des Teufelspaktes mit Mephisto. Faust, originärer Vertreter des deutschen Volksgeists, verfällt dem Taumel der Hakenkreuzler. Mephisto zieht im Hintergrund die Fäden, um mit dem fallenden Deutschland den Höllengeistern einen echten Monsterfraß zu bereiten. Gretchen schließlich erleidet als vom kernigen Ariertypus geschwängerte Judenschlampe den unweigerlichen Gastod in Auschwitz. In der Hauptstadt wird unter dem Beifall der Kulturgenießer der allerfeinste mythische Stoff für das allgegenwärtige Faszinosum der Braunhemden zerschreddert.

Faust als Tölpel muss den zu eigenen Produktionen lendenlahmen Herrschaften des Staatskulturbetriebes imponiert haben. Mit der Inszenierung wurde uns aber ein Kuckucksei ins Nest gelegt. Berlioz musikalischer Impuls vergaloppiert sich in der Ikonographie eines vergeudeten Jahrhunderts. Terry hätte sich unsere Achtung verdient, wenn er bestimmte Kreise der englischen Hocharistokratie, die intern das Naziding als eines ihrer Meisterstücke feiern, den satanischen Ambitionen Mephistos zugeordnet hätte. Die über Jahrhunderte geübten Machenschaften dieser feinen Leute, erinnert sei nur an Kaspar Hauser, haben die Mission des deutschen Volksgeists Michael bislang erfolgreich verhindert. Deren Intentionen gibt Gilliam aber keine Stimme. Das Bühnengeschehen bewältigt sich der Musik, das gesungene Wort wird verdammt zur Bedeutungslosigkeit. Die Wurzelkraft der Deutschen, ihr Sprachgeist ist angepisst von einem Wechselbalg! Dagegen muss man sich wehren.

Nordpolansicht JupitersDer Faust-Mythos ist relevant wirkend in Zeit und Raum. Ein reines Herz fühlt in Goethes Versen die Grenzen überwindende Bestimmung unserer Sprache. Der geniale deutsche Sprachgeist benutzt zur Kennzeichnung des Wahren den Begriff, der der Richtigkeit die "Stimme" verleiht. Stimmig ist im deutschen gleich wahr und richtig. Die Briten haben dagegen nur recht (be right). Die Lüge dagegen verstimmt. Das Herzorgan, nicht der Verstand, erkennt allein, ob der Tonfall stimmt. Das Wort bedarf der Stimme, um gehört zu werden. Im englischen heißt es "voice", das ist "vox" der unartikulierte Schrei des Volkes. Das ist die Resonanz des Sumpfes auf das Wort und nicht die zur Entwicklung des Bewusstseins notwendige Abstimmung mit den harmonischen Zusammenklang des Kosmos. "Die deutsche Sprache ist eine der Ursprachen, deren Worte dem innersten Sinn einer Sache zum Ausdruck bringen. Würden die Deutschen die Kraft erkennen, die in ihrer Sprache schlummert, so könnten sie die Herren der Welt sein" (Zitat "Der moderne Rosenkreuzer" von G.W. Surya).

In diesen Tagen wurden ungewöhnliche Bilder von der NASA-Sonde "Juno" im Vorbeiflug an dem größten Planeten des Sonnensystems gezeigt. Die Bilder von Nord-und Südpol offenbaren den grundliegend verschiedenen Charakter von der restlichen Oberfläche des Planeten. Am Nordpol ist die Eintrittsöffnung für die Aufnahme der ätherischen Stoffe des Planeten lokalisiert. Im Bereich des Südpols erfolgt die Ausscheidung der für die Erhaltung des planetaren Organismus notwendigen Ernährungsstoffe. Wiederholt wurde hier schon auf diese generelle Struktur der Planeten und Monde hingewiesen. Auch die Sonne zeigt parallele Strukturänderungen, die dem Betrachter der heute zugänglichen Bilder auffallen müssen (siehe Helioviewer).

In anthroposophischen Kreisen ist der Planet als Ursprung des Logismus, also Quelle des reinen Verstandesdenken identifiziert. Gemäß alter christlicher esoterischer Anschauung ist der Planet die Heimat der 5. Engelhierachie mit Namen Kyriotetis, das sind die Herrschaften. Alchemistisch steht Jupiter in Verbindung mit der Leber und dem Metall Zinn. Seine hohe Frequenz von weniger als 10 Stunden in Verbindung mit dem ungeheuer weit erstreckten Magnetfeld unterstützt die Vermutung, daß der Drehimpuls der Planeten Grundursache für ihre Wirkung auf die menschlichen Organe ist. Saturn mit etwas mehr als zehn Stunden Umdrehungsdauer rechtfertig damit seinen Bezug zur Milz. Beide Organe erneuern sich im täglichen Kampf des Wechsels der Stoffe, während das Wirken von Mars, Venus und Merkur auf Jahresrhythmen ausgerichtet ist.

Nun hat sich im Bezug auf den Jupiter ein logisch nicht vorhersehbares Phänomen ergeben. Zu der Klasse der Kyriotetis gehört eine unerfreuliche Wesenheit, dessen Vermögen weit über die hinlänglich bekannten Fürsten der Finsternis namens Ahriman und Luzifer hinausreicht. SORAT, der Sonnendämon ist derjenige abgefallene Geist aus der Jupiterklasse, der unablässig auf den Untergang des Herrn und Schöpfers unseres wonnigen Zentralgestirns sinnt.

Es scheint, seine Zeit des Eintritts in die Erscheinlichkeit ist nun gekommen! Zwar muss eingestanden werden, daß die Art seines Wirkens sich dem bemühten Denken entzieht, aber eines scheint gewiß, zum Ende des diesjährigen Monats August oder in den ersten Tagen des Septembers wird dessen Landung im irdischen Zusammenhang das Thema aller Medien sein.

Allen ein Frohes Pfingsten!

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. September 2017 um 10:17 Uhr