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"Im Urgrunde ist das Wort und das Wort ist bei Gott und eine Zahl ist das Wort ..."
Demnach aber ist es denn ja auch billig und gerecht, daß selbst der leibliche Geburtstag für jeden Menschen ein wichtiger Tag sein muß, da er kein zufälliger, sondern ein schon von Ewigkeit her wohlberechneter Tag ist. - Warum und wie aber ein solcher Tag ein von Ewigkeiten her wohlberechneter ist - soll sogleich gezeigt sein Und also höre denn:
In dem endlos tiefen Zeiten- und Ewigkeiten-Raume wurden nach der Zahl 3 und 7 in der endlosesten Zahlenfülle Geister, Mir ähnlich, von Mir aus ins freie Dasein hervorgerufen. - Eine Unzahl hat sich durch den Mißbrauch ihrer Freiheit von Mir getrennt; aber auch eine Unzahl hat sich mit Mir auf ewig vereinigt. - Was sollte denn mit der getrennten Unzahl werden? Sollte sie für ewig zugrunde gehen oder sollte sie, nur Mir allein möglicher Weise, zurückgeführt werden?
(gegeben durch Jakob Lorber am 18. Oktober 1842)
Zahlen sind selbstverständlich. Der Mensch sieht sie ein ohne zu lernen. Wer die 1 hat, versteht die 2 und dann alle anderen auch. Die Zahl ist absolut wahr, obwohl mit ihnen gelogen wird, daß sich die Balken biegen. Woher kommt das Vertrauen in die Zahl, obwohl noch niemand sie sah. Zahlen sind wie Raum und Zeit real. Ihr Sein ist aber nicht materiell, sondern nur Geist also jenseitig. Die Zahl ist somit erstrangiger Existenzbeweis des Geistes. Ohne die Zahl ist der Materialismus eine Null. Wo die Zahl erscheint, wird alles konkret. Zahlen sind mit der Erde verbunden, aber nicht im Wasser, in der Luft oder im Feuer. Im Mineral und in der Pflanze erscheinen sie elementar einstellig. Der Apfel ist die 5, die Apfelsine die 10. Ist sie 11 oder 13, ist sie bitter. Unsere lebendige Nahrung sind Zahlen. Im Tier verschwindet die Zahl, weil sie so groß ist. Und der Mensch? Wenn wir denken, denkt die 1. Wenn wir gehen, geht die 2. Die Zahl des Willens ist die 3. Die 4 ist die Potenz des Willens: die Macht.
Ein weiteres Geheimnis ist in der Zahl: sie ist außerhalb von Zeit und Raum nur im Bewusstsein und in der Ewigkeit. Über die Zeit herrscht sie durch Rhythmen und über den Raum durch das Gesetz, daß an einem Ort nie zwei Dinge zugleich sein können.
Ist das der eigentliche Grund, der Kurt Gödel in die Verzweiflung, Verzeihung, in die 2 trieb?

Von Rudolf Steiner stammt im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Bewußtseins die Erkenntnis, daß "die Menschen die Zukunft aus sich herausgebären aus der Zahl, wie die Götter den Kosmos aus der Zahl gebildet haben" (GA 107, S. 201).