Es wird im Christentum und Judentum viel über den "Jüngsten Tag" gerätselt. Für die Apokalyptiker und denen, die an ein Leben nach dem Tode glauben, ist das Datum dieses Tages von größtem Interesse. Wann wird es sein, dieser so wichtige Tag, an dem die Menschen in den Gräbern ihre alten Knochen sammeln und dann auferstehen.
Erstaunlich aber wahr, auch die Anthroposophie hat zum Datum des Tages keine Erkenntnis. Rudolf Steiner war das Thema völlig fern. Vielleicht hat sich mal wieder keiner zu fragen getraut ...

In Großtempeleinrichtungen wie dem Katholizismus wird der Jüngste Tag mit dem Weltengericht und Weltende in Zusammenhang gebracht. Das Geschehen ist einerseits schön weit weg und die Kirche somit noch lange im Recht, andererseits ist das Drohpotential dieser Erfindung mangels Kenntnis von Karma und Reinkarnation beträchtlich gut geeignet zur Führung der Schäfchen und Maßregelung der armen Sünderlein.

Doch was steckt wirklich dahinter?

Wo es einen jüngsten Tag gibt, muss es doch auch einen ältesten Tag geben. Unzweifelhaft ist das doch eines jeden Menschen Geburtstag. Egal wie alt einer ist, sein ältester Tag wird jeden Tag älter. Schuld daran ist der jüngste Tag und der ist heute! Morgen ist der schon von gestern und längst der Jüngste gewesen.
Bleibt nur noch der Tag des Todes als der letzte Lebenstag. Danach wird keiner mehr älter. Und das ist dann auch schon der ewige Jüngste Tag für einen jeden von uns auf dieser von Verstand so leeren Welt! Danach aber heißt es also bald:

"Aufstehen, ihr Jünger und jüngst gewordene!"
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