Die einen verstecken sich mit schwarzer Tinte, die anderen hinter einem tiefsinnig klingenden Wissenschaftsjargon. Die Schlauesten mischen beides zu einem ungenießbaren Gebräu. Der Zwang sich zu profilieren gebiert Neurosen mit einem Hang zum ungewollten Selbstbekenntnis. Da Wissenschaft bestenfalls nur im Kollegenkreis wahrgenommen wird und keine Krähe die andere fürchten muß, kommt es zu so coolen Früchtchen wie:

  • "Gen und bit als Gestalten des corpus Christi mysticum"
  • "Versuch über den Schwindel (Religion, Schrift, Bild, Geschlecht)"
  • "Geschlecht als Wissenskategorie"
  • "Schwar-Weiß-Konstruktionen im Rassebild Rudolf Steiners"
  • "Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus"
  • "Sherlock Holmes auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau"
  • "Fiebermessen als kulturelle Praktik"
  • "Der weibliche Blick im Kino der binären Opposition"
  • "Die Vergeschlechtlichung wissenschaflticher Debatten über Selbstmordattentate"

Aha.
Darauf können wir aber mächtig stolz sein, daß wir uns diese Forschung leisten können. Bestimmt festigt Deutschland so seine Spitzenstellung beim globalen Wettbewerb.

Leute, lasst uns ihrer erbarmen und uns ein Lichtlein in dieser Finsternis aufstellen. Hört man nicht aus diesen Texten die verzweifelten Rufe der vertrockneten Seelen, die nach den goldenen Quellströmen der lebendigen Erkenntnis dürsten. Die Sonne scheint über alles, ob reif oder verdorben. Das ist eine absolute Wahrheit, von denen es so viele zu entdecken gilt. Versucht, o Forscher der Neuzeit, dies zu widerlegen. Es wird nicht gelingen. Nehmt sie einfach mal an und lasst sie wirken. Der Rest kommt dann vom Selbst.

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