geometrie der EkliptikEin wenig geübtes Denken bringt doch schnell die Erkenntnis, daß es selber aus dem Unterscheiden kommt. Links und rechts sowie oben und unten reicht meist, um sich gesellschaftlich zu orientieren. Dafür gibt es einfache Gründe. Erstens machen es alle und zweitens: jeder trägt es mit sich, die (unsichtbare) Symmetrieebene, die uns bei halbwegs guter Bauweise äußerlich in zwei gleiche Hälften teilt. Hier hat das Denken seinen Ursprung. Dagegen herrscht zwischen oben und unten niemals Symmetrie. Das lehrt uns nicht nur die Politik, da können wir uns ganz auf unser Gefühl verlassen. Die einen machen das aus dem Bauch, andere aus dem Herzen. Im Kopf aber ist außer Kopfschmerz noch nie ein Fühlen geortet worden. Des Fühlens Quelle liegt erkennbar parallel zum Zwerchfell. Fragt noch einer nach der geometrischen Ortung des Willens? Zwei Dimensionen sind schon verbraten. Da liegt es doch auf der Hand, daß des Menschen Wille in der Ebene zwischen vorne und hinten verankert ist. Außer, daß wir nach hinten nur unsere nicht mehr verwertbaren Stoffe wegschaffen, ist doch keines Menschen Wille nach hinten gerichtet sondern stets nur nach vorn - hoffentlich! Wie unten so oben Wenn dem so, dann müsste im Kosmischen doch auch also Denken, Fühlen und Wollen angeordnet und für uns auffindbar sein. Die Willenskräfte des Kosmos zeigen sich uns freundlicherweise unmittelbar. Denn kann einer ernsthaft behaupten, daß die Kräfte, die die Planeten bewegen, quer zur Bewegung zu denken sind. Natürlich haben die Willenskräfte die gleiche Richtung wie sich die folgsamen Sterne bewegen. Aber offensichtlich kommt zum Vorwärtswollen noch der Drang zum Tanz, der Drehimpuls oder Spin. Der Newton hatte ja einst die Fiktion einer gradlinigen Bewegung zu installieren versucht. Aber bisher hat noch keiner eine gesehen in dem All, in dem sich alles dreht. Für die Lokalisierung des kosmischen Denkens gilt wie im Mikrokosmos, es muß irgendwie eine Symmetrie da sein, so was ähnliches wie links und rechts. Die gibt es auch, sie heißt nur etwas anders, nämlich zur Sonne hin und zur Sonne weg. Diese Ebene - senkrecht zur Vorwärtsbewegung - reicht bis zum Ende des Horizontes am Himmel. Stier und Skorpion sind die beiden Pole. Stier entspricht quasi rechts und Skorpion eben links. Fehlt nur noch die Ebene der Fühlgewalten. Diese steht wieder senkrecht auf der Willensebene und ebenfalls senkrecht zur Denkebene. Deren Quelle und Senke sind folglich in Löwe und Wassermann zu Hause. Suchen wir also die Willenskräfte im Kosmos, so zeigen sich diese in Richtung der Drehbewegungen der Sterne und parallel zu der mit dem jeweiligen Zentrum gebildeten Ekliptik, Das Spektrum des kosmischen Fühlens erstreckt sich in der Ebene quer dazu aus der Richtung des Löwen zum Wassermann und die Denkkräfte sind aufgespannt zwischen Stier und Skorpion.