Aus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach
Buch 3, Willehalm reitet zum Hof seines Schwagers,
Kaiser Ludwig, der "Fromme".

Was am Hofe so vorgeht!

 Linde vor dem Palas
Zitat:
Das Volk blieb ungezählt,
klein und groß, jung und alt:
nach ihm blickten sie alle scheel.
es schien, er an diesem Ort war er fehl,
bei Alten wie beim Kinde:
Zu einem Ölbaum und zu einer Linde
wandte er sich. Alle, die dort lagen
oder saßen, musste man nicht davonjagen,
sie überließen ihm den Schattenplatz allein;
 
bis:
Die Getränke wären selbst dem Kaiser bekommen,
ihr Geschmack konnte alles überragen.
Doch der Markgraf war nicht breit zu schlagen:
Gebrochen wär, was er sich gelobt,
ihm wär‘s, es hätt‘ der Wahn in ihm getobt,
sich an anderem zu weiden
als an Brot und Wasser. Er wollte leiden
bis ihm aus höchster Hand
in Orange erlöst wird sein Liebespfand.