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Home Europa statt Brüssel Soziale Monster

Die "1" geht durch die Null

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"Schaut man hinaus von diesem hohen Raum, so ist's ein schwerer Traum, wo Missgestalt in Missgestalten waltet, das Ungesetz gesetzlich überwaltet und eine Welt des Irrtums sich entfaltet!". (Faust 2. Teil, Am Hofe des Kaisers).

Die Einschätzung des kaiserlichen Kanzlers hinsichtlich des Staates und der Gesellschaft ist so zeitgemäß wie je. Man schaudert über die längst zu Tode geglaubten Gespenster, die plötzlich ihre Kerker offen finden und gegenwärtig weltweit Grauen verbreiten. Aber alle diese Untoten haben in düsteren Grüften nichts dazu gelernt. So kann man getrost zweitausend Jahre zurückgehen für eine gültige Sicht auf diese Monster. Dem geistesgegenwärtigen Johannes kamen diese Wesen unverhüllt vor das innere Seelenauge "und siehe ein grosser roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner". Ein Wesen mit mehreren Köpfen ist unzweifelhaft eine monströse nicht lebensfähige Missgeburt. Doch warum?

Vision der Hildegard von Bingen

Jedes Lebewesen, wenn es ordnungsgemäß ins Leben kommt, ist eine in sich geschlossene Einheit mit einem eindeutigen und singulären Sitz seiner Intelligenz in einem einzigen Organ. Dies garantiert ihm ein Bewusstsein seiner selbst innerhalb der notwendigerweise geschlossenen Hülle entsprechend seiner Bewußtseinsstufe. Ein Wesen mit mehr als einem Kopf hat offenbar seine Intelligenz nicht zusammenhalten können. Eigentlich hätte auf naturgemäße Weise von der roten Drachenmutter ein Gelege von sieben Drachen bebrütet werden sollen. Das gelang nicht, weil eine überaus starke Kraft die Aufteilung in sieben eigenständige Wesen verhinderte. Es ist ein fundamentales Gesetz der Natur, daß jede gesunde Fortpflanzung die vollständige Ablösung des neuen Lebens vom dem Alten verlangt. Die Kraft, die die natürliche Produktion normaler Drachen verhinderte, ist dagegen eine, die dies nicht konnte, weil sie das entstehen Wollende nicht loslassen wollte. Infolge wurden die sieben differenzierten Intelligenzen auf einen Körper gebannt. Die Folge dieser tückischen Vergewaltigung der Reproduktionsgesetze ist die Assemblierung einer Senke zur Aufnahme allergrößten Übels.

Heute ist die Welt voll von solchen aus Leichenteilen zusammengenähten Konstruktionen mit verteilten einander widerstrebenden Intelligenzen. Ihre Macher tun zwar alles (mit unserer Hilfe), um ihren Lieblingen Leben einzuhauchen. Aber wo von Anfang kein Leben war, wird sich auch nie Lebendiges entwickeln egal wie groß die Anstrengungen. Ein solches Drachenwesen ist zum Beispiel die EU. Zu unserem Glück kann mit einer gewissen Sicherheit davon ausgegangen werden, daß diese Unnatur bis zum Ende des Jahrzehnts das letzte Röcheln getan haben wird und es dann zusammen mit dem € im Orkus der Geschichte gelandet ist. Bis dahin wird es noch viel Unheil stiften, doch ist es völlige Verschwendung von Ressourcen diesem Gräuel noch irgend ein Futter zu geben.

Auch der Mensch ist normal zur Welt kommend ein einköpfiges Wesen. In seiner Gestalt hat ein Schöpferimpuls seine Vollendung erreicht. Eine weitere Entwicklung der Menschenform wird es weder auf der Erde noch im gesamten Universum geben. Die menschliche Gestalt ist der absolute Höhe- und Schlusspunkt einer Entwicklung. Alle Arten, ob Pflanze oder Tier finden im Laufe ihrer Entwicklung eine letztgültige und eindeutige individuelle Gestalt. Apfel oder Pflaume sind gestaltlich und als Art nicht weiter entwicklungsfähig. Sie haben ihre Vollendung erreicht und können nur noch degenerieren (z.B. durch Eingriffe der Pharmazie). Doch für die Schöpferkräfte des Kosmos gibt es keinen Stillstand. Jede weitere Entwicklung des Lebens kann nach Erreichen seiner Vollendung in der materiellen Form nur im Innern stattfinden (gegenüber Darwin erweitertes Grundgesetz der Entwicklung der Arten). Insbesondere gilt dies für die Krone der Schöpfung! Die Materie ist nicht weiter entwickelbar. Das wissen Chemie und Physik. Somit sind Seele und Geist definitiv die Reiche, in denen jede weitere Entwicklung des Lebens vonstatten geht.

Die Vision der Hildegard von Bingen steht mit den Ausführungen scheinbar in Widerspruch. Zeigt es doch wie bei der russischen Puppe ineinander drei differenzierte Individualitäten. Ihre Antlitze sind ohne Ähnlichkeit und deuten somit auf voneinander völlig unabhängige Wesen. Es könnte also eine ähnlich unheilvolle Bedingung herrschen wie beim roten Drachen. Doch das Gegenteil ist der Fall.

In Faust II letzte Szene hören wir Pater Seraphicus zu den seligen Knaben sagen "Steigt herab in meiner Augen Welt- und erdgemäß Organ, könnt sie als die euern brauchen, schaut euch diese Gegend an." Nach Goethe gibt es also ein legitimes Ineinander unabhängiger Individualitäten. Der geniale Sprachgeist des Deutschen - Erzengel Michael - hat uns die Lösung dieses Weltenrätsels großzügig offenbart. Das die deutsche Sprache in so ungeheuren Masse gegenüber den anderen Weltsprachen auszeichnende Wort lautet: VERSÖHNEN! Die Kraft, die das Tor im Menscheninnern aufgehen lässt zu dem Reich unendlicher Entwicklungsmöglichkeiten ist die Fähigkeit des Einlassens des MenschenSOHNS in das Ich selbst. Auf Golgatha ist der Mensch Jesus unter Preisgabe aller Christuskraft erstmalig diesen Weg gegangen. Diese freiwillige Menschentat hat die Gottheit mit der Schöpfung wieder versöhnt.

Zur Zeitenwende hatten die ewigen Gegensätze "Geist und Materie" in der gegebenen Gestalt des Menschen einen Zustand der maximal möglichen Annäherung erreicht. Die Menschheit war in einer unüberwindlichen Sackgasse hinsichtlich ihrer weiteren Entwicklung. Nun aber nach der völligen Zerstörung der Materie des Menschensohns sind zwei neue Unendlichkeiten in jede einzelne menschliche Begrenztheit integriert. Jeder Mensch kann in sich die unendliche Schöpfergottheit als individuelle und begrenzte Persönlichkeit erleben. Einzig Geistesgegenwart ist erforderlich, um diese in sich zu identifizieren. Die zweite Unendlichkeit betrifft  den einzigen Gott. Der Durchbruch am 1. Karfreitag eröffnet einer unendlichen Zahl von Menschen, so sie es wollen, die Fähigkeit zu Bildung eines individuellen Gottessohns in ihrem Innern. Dieser Vorgang liegt der Vision der Hildegard zugrunde.

Im sich abzeichnenden apokalyptischen Geschehen besteht der Mensch nur durch die einzigartigen Wachstumskräfte der Versöhnung! Durch diese gelangt das unendliche Potential der "1" in die Null der menschlichen Begrenztheit. Die "1" muss durch die Null, wenn die Welt weitergehen soll. Das vor zweitausend Jahren begonnene Menschenausbesserungswerk wird unzweifelhaft jeden Roten Drachen überwinden.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 04. April 2015 um 19:49 Uhr