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Geist trifft Ungeist

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Kürzlich verlautbarte die Bundeskanzlerin nach einem Treffen zum Neustart Europens, der "Geist von Bratislava sei ein Geist der Zusammenarbeit" gewesen. Was war denn da los? War es der Geist von Pressburg aus glanzvollen KuK-Zeiten, der die "Eliten" Europas überfiel oder handelte es sich gar um zwei dieser überaus fluchtbereiten Wesen auf der Suche nach einer dauerhaften Bleibe in diesen schwankenden Zeitengründen.

27 (Great Britain hatte gerade den Brexit) haben angeblich eine ganze Reihe von Projekten "konkret" verabredet. Mehr kam aber nicht rüber. Die beschworene Geistgemeinschaft fand nach der beGEISTerung offenbar keine beredte Zunge mehr, um uns erwartungsvollen Jüngern Neues über Europens künftiges Schicksal zu verkünden. So sind wir genötigt zu eigenen Gedanken, um den Hintersinn merkelinscher Verlautbarung zu entschleiern.

Die Wissenschaft aller Sparten ist keine Hilfe. Die hat es nicht so mit dem Geist, auch wenn das delikate Wort aus welchen Gründen auch immer häufig in den Mund genommen wird um des Nachweises der Unumstößlichkeit eines wissenschaftlichen Dogmas. So spricht man gerne von dem Geist Darwins und heiligt damit seine Lehre als sakrosankt wie die eines alten Propheten. Dieser Lehre zu widersprechen traut sich schon kein Achtklässler mehr, der Mensch entstammt dem Affen! Und damit Basta! Die Eliten rekrutieren unwidersprochen ihre Alphatiere für Spitzenpositionen, wer sich als Mensch bewirbt, hat seine Chance schon vertan. Und trotzdem, am darwinschen Glauben zu rütteln, neigt der närrische Geist des Widerspruchs und fordert einen unumstößlichen Kardinalbeweis durch ein wissenschaftliches Experiment. Einst, so heißt es, gelang es dem Zufall die gottlosen Naturgesetze so zu aktivieren, daß sich aus der Affensubstanz der Mensch im Laufe überschaubarer Zeiträume herausentwickelte. Der "unbewußt" agierenden Natur war es aber nicht möglich, beizeiten ein Konkurrenzmodell zum ersten Menschenentwurf auf den Weg zu bringen. Das war keineswegs klug, denn gerade jetzt ist dringendster Bedarf an einem Upgrade des Konzeptes "Mensch". Die aktuelle Version 1.0 ist aus dem Ruder gelaufen und droht auf diesem Planeten die eigene Lebensgrundlage auf Dauer zu vernichten. Kühn wähnt sich die Wissenschaft vom Leben imstande, aus der Retorte bessere Reiche zu erschaffen. Was einst eine ziellose Natur vollbrachte, müsste dem Raffinesse der Gelehrten und ihren genialen Werkzeugen doch ein Leichtes sein nachzuäffen. Die Tiersubstanz ist da und müsste wie damals für die Neuzüchtung eines optimierten Menschengeschlechts immer noch geeignet sein. Die Zeit drängt. Der Bedarf an dem Menschen 2.0 ist ungeheuer! Macht uns den ersten tätigen Homunkulus nicht aus dem Computer, rettet damit diesen Planeten und beweist die Abstammung des Menschen vom Affen unwiderlegbar für alle Zeiten.

Ein weiteres weites Feld, auf dem mancher Verstandesglaube hartnäckig nistet, ist die Astrophysik. Das All wird nur gehalten nach der Vorstellung der Forscher, wenn man eine Sonderform der Materie - die Dunkle genannt - den Weiten des Universums beimischt. Gefunden wurde sie bislang noch nie. Daher unternimmt der hier tätige Geist der Nüchternheit namens Logik den Versuch, Licht in diese Finsternis zu bringen. Milliarden mal Billionen Sonnen rasen in den Galaxien. Je weiter entfernt von unserem Zentrum, um so höher, so die Wissenschaft, ihre Fluchtgeschwindigkeit. Das Licht dieser Sonnen verfärbt sich ins Rote. Dies dient als Maß für die Geschwindigkeit jener fernen Objekte. Doch was passiert mit solchen, die mit halber Lichtgeschwindigkeit oder noch mehr vor uns flüchten. Das Licht, das uns erreicht, hat Wellenlängen weit jenseits von Infrarot oder langwelligen Radiosignalen. Als materielles Lichtobjekt ist jede Sonne dieser Art der Sichtbarkeit entschwunden und weg vom Radar unserer Astrophysiker, doch die Gravitationswirkung bleibt davon unberührt. Man braucht keine mysteriöse "dunkle Materie", um den Forderungen der Mathematik hinsichtlich des Alls zu genügen. Übrigens, so manches Röntgenstrahlobjekt ist in Realität nur eine heiße Sonne, die sich mit erheblicher Geschwindigkeit auf uns zu bewegt.

Die Leistungen der Wissenschaft in Naturwissenschaft&Technik sind unermesslich. Aber alle ihre Erkenntnisse basieren letzten Endes auf der universalen Gültigkeit eines einzigen Fundamentalgesetzes. Es ist die mathematisch exakte Relation von Ursache und Wirkung (Mathematisch präzise in der Physik actio=reactio). Allerdings ist das Kausalitätsprinzip nur auf dem Felde der unbelebten Materie umfassend gültig, im Reich des Lebens ist es einer anderen Gesetzeskraft untergeordnet. Bislang verweigert die am Leblosen orientierte Wissenschaft anzuerkennen, daß die Erscheinungen des Lebens höheren Gesetzmäßigkeiten folgen. Doch auch die Lebensprozesse unterliegen alle einer einzigen fundamentalen Gesetzmäßigkeit, die bereits Goethe in seinen naturwissenschaftlichen Betrachtungen skizziert hat. Dieses Universalgesetz lautet: Alles Organische/Lebendige hat seine Ursachen in sich! Das Unorganische dagegen nicht!

Es ist leicht einsehbar, daß alle Erscheinungsformen der toten Materie immer zurückzuführen ist auf von außen einwirkende formen- und strukturbildende Kräfte. Alle äußerlichen Erscheinungen von Lebendigen/Organischen dagegen haben ihre Urursache nicht von Außen sondern aus sich selbst. Die Einsicht in dieses Gesetz zwingt jede Forschung, den "Urheber" dieser Gesetzlichkeit anzuerkennen als das, was er ist. Dieser ist nicht zu kalkulieren auf Basis der toten Materie, denn dieser ist die genaue Polarität dazu, es ist der jeweils spezifische Geist, der in der Formgebung seiner "Behausungen" sein Wirkungsfeld und seine Begrenzung findet.

Das Eingangs zitierte Treffen hatte keine formenbildende Kraft. Es hatte keine erkennbare Organbildung zur Folge. Daraus folgert, von einem "Geist von Bratislava" zu reden, ist völliger Unsinn. Von den Gesetzmäßigkeiten des Geistes hat die Bundeskanzlerin erkennbar nicht die geringste Spur einer Ahnung.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2016 um 13:59 Uhr