In der Wissenschaft wird bestritten, daß es absolute Wahrheiten gibt. Hat sie den Beweis erbracht?

Oder sind diese Aussagen unwahr?

  • Der Himmel ist blau.
  • Jedes Ei hat einen Vater.
  • Kraft bewirkt Gegenkraft.
  • Leben entsteht aus Leben.
  • Das Leben ist des Todes Tod.
  • Wo Licht ist, ist auch Finsternis.
  • Mann und Frau sind verschieden.
  • Viele Hunde sind des Hasen Tod.
  • Wo eines ist, kann ein anderes nicht sein.
  • Der unendliche große Kreis ist eine Gerade.
  • Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
  • Im Urbeginne war das Wort und das Wort war bei Gott.
   
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Die Humboldt Universität zu Berlin bewarb sich mit der Einrichtung eines interdisziplinären Forschungsinstitut für Lebenswissenschaften um Exzellenz. Ein zu förderndes Zukunftskonzept wurde darin gesehen, daß "an Schnittstellen die Zusammenarbeit von Geistes- und Naturwissenschaften auf höchstem Forschungsniveau" stattfindet. Als Forschungsziele wurden genannt:

  • Maßnahmen und Ideen zur Verbindung von Forschung und Lehre,
  • zum Austausch zwischen den Disziplinen,
  • zum Abbau von Hierarchien,
  • zur Internationalisierung der Forschung und Lehre,
  • zur Nachwuchsförderung,
  • zum Transfer in die Zivilgesellschaft und
  • zur strategischen Entwicklung exzellenter Forschung.

Die Lebenswissenschaften werden als Leitwissenschaft des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Wie ungeheuer neu ist das alles, darf wohl zurecht gefragt werden. Vor nunmehr 27 Jahren wurde dieses Thema sogar schon mal zur Grundlage eines deutsch-französischen Staatsvertrages. Es kann eigentlich nicht erstaunen, daß das Scheitern dieses Antrages in der Öffentlichkeit wie folgt gewürdigt wurde.

Dagegen glänzt die FU-Berlin mit bundesweiten ganzseitigen Stellenanzeigen auf der Suche nach exzellenten Forscherteams.

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Die einen verstecken sich mit schwarzer Tinte, die anderen hinter einem tiefsinnig klingenden Wissenschaftsjargon. Die Schlauesten mischen beides zu einem ungenießbaren Gebräu. Der Zwang sich zu profilieren gebiert Neurosen mit einem Hang zum ungewollten Selbstbekenntnis. Da Wissenschaft bestenfalls nur im Kollegenkreis wahrgenommen wird und keine Krähe die andere fürchten muß, kommt es zu so coolen Früchtchen wie:

  • "Gen und bit als Gestalten des corpus Christi mysticum"
  • "Versuch über den Schwindel (Religion, Schrift, Bild, Geschlecht)"
  • "Geschlecht als Wissenskategorie"
  • "Schwar-Weiß-Konstruktionen im Rassebild Rudolf Steiners"
  • "Umweltschutz zwischen Emanzipation und Faschismus"
  • "Sherlock Holmes auf der Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau"
  • "Fiebermessen als kulturelle Praktik"
  • "Der weibliche Blick im Kino der binären Opposition"
  • "Die Vergeschlechtlichung wissenschaflticher Debatten über Selbstmordattentate"

Aha.
Darauf können wir aber mächtig stolz sein, daß wir uns diese Forschung leisten können. Bestimmt festigt Deutschland so seine Spitzenstellung beim globalen Wettbewerb.

Leute, lasst uns ihrer erbarmen und uns ein Lichtlein in dieser Finsternis aufstellen. Hört man nicht aus diesen Texten die verzweifelten Rufe der vertrockneten Seelen, die nach den goldenen Quellströmen der lebendigen Erkenntnis dürsten. Die Sonne scheint über alles, ob reif oder verdorben. Das ist eine absolute Wahrheit, von denen es so viele zu entdecken gilt. Versucht, o Forscher der Neuzeit, dies zu widerlegen. Es wird nicht gelingen. Nehmt sie einfach mal an und lasst sie wirken. Der Rest kommt dann vom Selbst.

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Wie exzellent ist die Humboldt Universität zu Berlin wirklich?


Bei der Durchsicht des Zukunftskonzepts der HU-Berlin kommt man ins Staunen. Wovon man glaubt, es sei seit Jahrzehnten längst Routine im Forschungsbetrieb, ist dort ein Zukunftsthema. Qualitätssicherung, Internationalisierung, One-Step-Agency, damit kann man nicht einmal in der Politik noch Eindruck machen. Einsichtig sieht man sich international noch nicht als Eliteuni und ist somit auch nicht 100% exzellent. Schließlich muß doch ein Anreiz dafür sein, um es noch zu werden. 3% Abstand zur exzellenten Uni ist doch gerecht oder?


10 Unis haben sich 2007 beworben, davon sind 8 exzellent. Jede dieser 8 ist es zu 100%. Ergibt sich eine Durchfallquote von 20%. Um diese Größenordnung darf man die Exzellenzfähigkeit der beiden cand. Exzellenzen reduzieren. Bleiben wirklich noch 77% oder müssen weitere Abstriche gemacht werden.

 


Im internationalen Uni-Ranking belegt die HU-Berlin einen 125. Platz weit abgeschlagen vom deutschen Spitzenreiter Heidelberg (Platz 47). Um mit Heidelberg gleichzuziehen, muß cand. Exzell. seine Anstrengungen mindestens verdoppeln. Im Uni-Ranking der Wirtschaftswoche belegt die HU-Berlin nur im Fach Jura einen mittleren Platz. Beim Stand heute daher Abzug von 25 Punkten.


An der HU-Berlin wird unter sexistischen Vorzeichen geforscht allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Ein Lehrstuhl sucht Erkenntnisse unter dem völlig absurden Motto "Geschlecht als Wissenskategorie". Man hört von einer möglichen Berufung eines Dozenten, der eine wissenschaftlich völlig unhaltbare Veröffentlichung unter dem Titel "Anthroposophie in Deutschland" versucht zur Basis seiner Habilitation zu machen. Die noch behaglichen 57% Exzellenz sind daher nicht zu halten.
   
   
   
   
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Vor wenigen Jahren unterschied man noch zwischen Geistes- und Naturwissenschaft. Zwischen Geist und Natur sah man eine Polarität, die kaum zu überbrücken war. Selbstverständlich hielt sich ein Forscher der Geisteswissenschaft völlig überlegen über die armen Verwandten, die sich mit Stein, Wasser, Luft und Feuer abgeben mussten. In den hehren Lüften der reinen Geisteswissenschaft gehörte es zum guten Ton, nicht wissen zu müssen, wie ein Lichtschalter funktioniert. Selbstverständlich war damals auch dem größten Toren klar, an welcher Fakultät er seine Fragen zum Thema "Geist" zu stellen hatte. Alle Wissenschaft unterlag dem einen Zwang: sie musste stimmen und Beweise für ihre Thesen liefern, die jedem, der es wollte, überprüfbar waren. Forschungsergebnisse unterlagen dem Zwang zur Logik, dem Experiment oder wenigstens den Fakten. Unter diesen Vorgaben lieferten die Naturwissenschaften gültige Forschungsergebnisse und sicherten den Nachweis ihrer Qualität. Heute bietet die vom Bund geförderte Exzellenz-Initiative" Qualitätssiegel und Anerkennung ohne wissenschaftliche Vorleistungen. Der Trick ist, eine Uni ist automatisch zur höchsten Stufe der Wissenschaftlichkeit befördert, wenn sie als "Exzellenz" staatlicherseits anerkannt ist, egal ob sie nobelpreiswürdige Forschung betreibt oder reines Glasperlenspiel. Der ärgerlichen Aufgabe der alten, strengen Beweissicherung der Qualität der eigenen Forschungsarbeiten ist man enthoben, wenn das staatliche (selbstverständlich anonyme) Gutachternetzwerk positiv über die Vorhaben urteilt. Die Fragwürdigkeit der Auswahlkriterien zeigt sich bereits daran, daß eine Forschungseinrichtung überragend sein kann, eine Bewerbung auf Exzellenz aber sinnlos, weil die Forschungsaktivität nicht zu den staatlichen Maßstäben kompatibel ist. 10 deutsche Universitäten hatten sich mit ihren Konzepten 2007 um Exzellenz beworben. 2 Universitäten fielen durch. Eine davon ist die Humboldt-Universität zu Berlin. Hatte das tiefere Gründe oder ist die Humboldt-Uni, in deren Umfeld sich abstruseste Schweinwissenschaft einzunisten scheint, dabei, ihr wissenschaftliches Renommee zu verspielen?

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