Willehalm, genannt Kiot/Guyot bei WolframAus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach

Einleitung

Wolfram stimmt uns in der Einleitung auf den Ursprung des Geschehens und auf den Protagonisten - den Willehalm - ein.

Sein Denken, seine Grundhaltung wird uns in zeitenloser Emphase erläutert.

Textbeginn:
Ohne Falsch Du Reiner,
Du Drei und doch stets Einer,
Schöpfer, der alles geschaffen,
Ohn‘ Ursprung sind Deine Liebeswaffen.
Ohn Ende Du verbliebest.
Auch wenn Du mir vertriebest
meine Gedanken, die nur flüchtig sind,
Du bist mein Vater und ich bin Dein Kind.

... bis:
Du heiliger Willehalm
ertrag aus meinem sünd‘gen Mund den Qualm


der deine Heiligkeit beschreit:
seit du bist befreit
von allen Höllenbanden
bewahr auch mich vor Schanden
mich, den Wolfram von Eschenbach

 

 

Aus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach
Fortsetzung 1, Buch 1 

Nach der Einleitung beschreibt Wolfram die Ausgangssituation des Krieges
zwischen den Sarazenen und dem Marquis der Provence Willehalm
(genannt Guyot oder Kiot bei Wolfram

 
Palas Glorjet in Orange, Sitz von Willehalm und Gyburc

es beginnt mit:

das, was ich von Parzival sprach,
war, was wir von seinen Abenteuern wussten
etliche es preisen mussten:
andere vielmehr es schmähten

und endet mit:

Selbst ein Herz, das nur von Stein,
wie gerührt vom Donner wär,
von dieser unerhörten Mär.
Auf das Feld von Alischanz
kam manch neues Schild erst ganz,
ward zuschanden dann beim Streite.
und luftiger ihre Worte wehten.... 

 
  

 

 

Aus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach
Buch1, 3. Fortsetzung

Einzelheiten der Schlachtordnung, der Kampf beginnt,
es kommt zur furchtbaren Begegnung zwischen Vivianz und Noupatereiz

Noupatareiz

 

Zitat:

„Ihr Helden habt daran Gedenken,....

 bis: 
das verbindet Leib und Seele.
Es war der Steg zerbrochen,da das Banner nahm einen Weg, 
daß es nun diente dem Rücken zur Zier,  
exakt nach eines Königs Manier 
dem Vivianz gestochen durch den Leib,
- Männer und ein jedes Weib jammerten in ihrem Leide
- Es hingen ihm die Eingeweide 
durch diesen Tjost über seinen Sattel.
 

 

 

 

 

Aus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach
Buch1, 2. Fortsetzung

Die beiden Heere stellen sich auf. Es werden die Kräfteverhältnisse
aufgezeigt und die maßgeblichen Streiter benannt

 

Seht doch, die Gralstaube auf der Visacard

 

Zitat:
Willehalm mit der kurzen Nase
war ein Franzos und kein Hase,
so einer ist nach dem Sinn des Weibes,
erfreulich schon der Anblick seines Leibes
Minne brachte ihn in ihr Gebot:
Sein Schwäher hasste ihn ohne Not.

 

bis:
Der Markgraf mit seiner Gewalt
gebot keineswegs Halt
der Tapferkeit seines Geschlechts
im Willen Gottes und des Rechts,
und in des Kampfeseifers Sinne
aus der Schlacht erzielter Doppelminne,
Auf der Erde hier für Frauenlohn
Im Himmel dann für der Engel Ton.

 
 

 

 

 

Aus dem Willehalm von Wolfram von Eschenbach
Buch1, 4. Fortsetzung

Die Geschlechter der feindlichen Heere und ein paar Takte
Klartext über Arabelle/Gyburc

Aufzug der Heere

 

Zitat:

"Tybalts Rache und seinem Neide 
man einen ersten Stoß erteilte....

 
 

bis:

... die dereinst Arabellen hieß,
ihren Namen dann bei der Taufe ließ 
für den, der aus dem Worte war.
Der das Wort aus seiner Allmacht gebar,
in die Jungfrau fuhr, (die es bleibt für immer),
die dann Den gebar, der ohne Gewimmer
sein Gebein gab für uns hin an den Tod.
Wer sich freiwillig für Ihn stürzt in Leibesnot,
empfängt dereinst endenlosen Sold:
Alle Sänger sind diesem hold,
und hell ihr Gesang erklinget.