Thema: Kulturwissenschaft versus Anthroposophie

Prof. Sorin Enachescu
Universität der Künste Berlin                                                                      
Fakultät Musik - Abt. Klavier                                                                       
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

„Streitschrift“ zum „Streitgespräch“ am 05.12.07 in der R.S Schule B-Kreuzberg
Kiersch versus Zander

Eine umfassende Würdigung des o.g. Abends ist wegen der Trugschlussfülle unmöglich; also greife ich nur einige Aspekte auf. Betreffend das Werk „Anthroposophie in Deutschland“ von Helmut Zander, hören wir nun eine Äußerung R. Steiners bei ähnlichen Situationen seinerzeit:

„…Das Versuchen einer Verständigung mit diesen Menschen hat gar keinen Sinn und gar keine Bedeutung; denn diese Menschen werden außerdem sofort zur Verständigung neigen, wenn sie keine Anhänger mehr haben, die ihnen den Boden unter die Füße legen. Dann sind sie schon von selber bereit, sich zu verständigen. Die Notwendigkeit, die vorliegt, besteht gerade darin, die Menschen über sie aufzuklären. Wenn nur nicht leider gerade innerhalb unserer Kreise oftmals das Bestreben bestünde, in dieser Beziehung Kompromisse zu schließen, in dieser Beziehung sich nicht unbedingt zum Mute der Wahrheit zu bekennen! Es ist gar nicht nötig, dass wir uns jemals der Illusion hingeben, eine Verständi-gung mit dem oder jenem herbeizuführen, der sich ja gar nicht mit uns verständigen will. Hülfe es uns etwas? Was für uns notwendig ist, das ist: mutvoll eintreten für die Wahrheit, soviel wir können. Und das scheint mir insbesondere aus der Auffassung dessen hervorzugehen, was mit der Entwicklung der Menschheit verbunden ist.“ R. Steiner in Stuttgart, 28.12.1919, Das Mysterium des Menschlichen Willens, Vortrag vor Mitgl. der AG  (GA195-006)

Das o.Zitat R.S. sagt mehr als alles. Dennoch ist die folgende Polemik notwendig. Wäre der Organisation dieses vermeintlichen „Streitgesprächs“ am 05.12.07  in der Aula der Waldorfschule in B-Kreuzberg diese Aussage R.S. bewusst, hätte diese über dreistündige Farce nicht stattgefunden. Demnach kann ich nur kopfschüttelnd sagen: arme Anthroposophie, das geistige Erbe R. Steiners, in welche Hände geraten?!

Es geht aber auch gar nicht anders: „divide et impera!“, (teile und herrsche)! Das haben die Kräfte erreicht, die in der AGiD zu den Berliner Ereignissen, zu den polizeilichen Aktionen in Dornach, zu den Ausschlüssen aus der AG, zu Mitgliederschwund, etc. geführt haben; wie in der Fabel über den Hasen und den Igel, ist man dauernd hinterher und zwar statt agierend, immer bloß reagierend!  Dazu noch amateurhaft und sich überall anbiedernd.

Die Katze war ziemlich schnell aus dem Sack; spätestens nach den Verkündigungen von Herrn Dr. Zander:„Anthroposophie sei eine Religion“, „R. Steiner sei ein genialer Eklektiker“, etc., eingebettet in Endlosketten von apodiktischen Behauptungen und Trugschlüssen, die vom Plenum brav hingenommen wurden, war es schnell klar woher und wohin alles soll.

Nun zur Wissenschaftlichkeit des Buches: ich habe vorher das Buch nicht gelesen, und natürlich verspüre ich jetzt noch weniger das Bedürfnis dazu, nachdem der Verfasser auf die Frage hin, ob er bestimmte Schriften Steiners gelesen hätte, expressis verbis sagt, ihm wäre die Sekundarliteratur über die Anthroposophie sympathischer…Auf solchen Fundamenten ist das Haus entsprechend wackelig. Als „Akademiker“ sind mir oft wissenschaftliche Arbeiten begegnet, die auf  bequeme Denkgewohnheiten wie Postulate, Medienveröffentlichungen und publizierten Aussagen  basierend, Dinge in die Welt hinstellen, die das Ungewöhnliche, Unwägbare, Unbequeme, an „Ethos und Gewissen Appellierende“  relativieren, ins Banale herabstilisieren, um das „déjà vu“ (schon gehabt) zu suggerieren…Oder eben nur bestimmte Beweise suchen, die Bestimmtes beweisen sollen!

Wer den  Steinerschen Schriften entnommenen esoterischen Inhalte eine immanente innere Logik abspricht, welche auch dem alltäglichen, unbefangenen  Denken nachvollziehbar ist und sich eigentlich lückenlos durch sein ganzes Werk hindurch zieht, deren Originalität, ja sogar Aktualität ignoriert oder diese gar im „Einheitsbrei“ zeitgenössischer Überlieferungen lokalisieren oder verbannen will, hat etwas anderes als redliche wissenschaftliche Erkenntnisabsicht vor…oder ist der Sache nicht gewachsen. Eine Beweisführung dazu spränge den Rahmen dieser „Streitschrift“.

Alles, was politisch und medienaktuell klingelt, wird herausgegriffen – Rassenfeindlichkeit, Evolutions-ideologie, Jugendgefährdung, etc. – und diesem zutiefst humanistischen Werk R. Steiners unterstellt. Die Beweise, die  Prämissen und erkenntnistheoretischen Werkzeuge bewegen sich nach der Schlussfolge-rung:„Frage: hast du ein Bad genommen? Antwort: wieso, fehlt eins?“

Wenn ein Wissenschaftler Begriffe wie „Imagination“, „Inspiration“,  „Intuition“ (hier als pars pro toto) nur mit den Mitteln des alltäglichen Verstandes zu ergreifen imstande ist, ist es seine Sache.  Bedenklich wird es, wenn Dr. Zander zwecks Darstellung des Werkes R.S an der Öffentlichkeit alles ausklammert, was sich dem „Alltagsdenken“ entzieht, R. Steiner als Eklektiker abstempelt und die eigene Denk- und Wahrnehmungsgrenze zum Maßstab erhebt, die dann einzig und alleine als „akademisch“ hingenommen wird. Hier ist eine Zeitsymptomatik am Werke, die eben allzu vielen, die die Anthroposophie intim kennen,  bekannt ist, um gewisser Kräfte zusätzlichen Vorschub zu leisten und so Herrn Dr. Zander (noch) einen Wirkungsrahmen zur Selbstdarstellung an dem besagten Abend zu schaffen. Der Erkenntnis und der Wahrheit hat dieser Abend ganz zentrifugal entgegenwirkt. Warum übersieht die Organisation, noch dazu als eine Vertretung von Bund der Waldorfschulen diese Tatsache?

Dr. Zander verschweigt oder taxiert als bloßes „make the best of it“  alle sozialen, anthroposophisch inspirierten Einrichtungen z.B., die Schulen ohne Gewalterscheinungen  und eine menschenwürdige, ethosgetragene Medizin; ebenso verkennt er das anthroposophische „Menschenbild“, das dem Menschen ein „Ich“„zumutet“, diesem eine überzeitliche Entwicklungsnotwendigkeit „unterstellt“ und ihn so (eigentlich logisch nachvollziehbar!) aus der Unverbindlichkeit eines „Massendaseins“ befreit. Damit übersieht er als Kulturhistoriker die „unverwechselbare“ Individualität im Menschen, die durch Eigenver-antwortung in der sozialen und gesellschaftlichen Entwickelung im Gang der Menschheitsgeschichte, eine kontinuierliche Aktivrolle notwendig und erstrebenswert macht.

Dies entspricht wohl seiner Auffassung nicht und ist sein gutes Recht, somit selbst die Kategorie „Entwicklung“ zu ignorieren.

Diese wesentlichen Pfeiler der Anthroposophie aber tendenziös anders öffentlich darstellen wollen, zeigt die Parteilichkeit des Vorhabens und die Absicht, die Anthroposophie in ihrer realen Strukturierung und Eigenschaft als möglicher positiver Impuls für die Ausgestaltung der eigenen Biographie und des sozialen Lebens zu  bagatellisieren, dazu durch Mitteln der Negativbelegung der o. g. Rasse-, Evolutions-begriffe, etc. zu blamieren oder zu diffamieren.

Er bleibt somit im allgemeinen zeitgenössischen Trend, alles wirklich spirituelle, was sich nur von jedem Menschen allein und eigenverantwortlich und mit Rücksicht auf die wahren Bedürfnisse der Menschheitim inneren Ringen mit sich selbst und möglichst kompromisslos verwirk-lichen lässt, zu verschleiern, zu relativieren oder gar auszuklammern.

Demnach würden nur die bequeme „Massenaleatorik“ und der alles bestimmende Konsum in einem globalisierten Zweckdenken gelten, statt der Bestrebung nach einer ethosbestimmten Zivilisation, durch eine über humanistischen Erkenntnissen gewonnene persönliche Freiheit des Individuums.

Zur Motivation des Werkes: wenn der Verfasser auf die Frage hin, wie er zum Entschluss kam, das 15 Jährige stattlich finanzierte Forschungsprojekt zu verwirklichen, die Antworten gibt, er hätte zum genannten Projekt an der Uni Bamberg gesagt, sollte sich niemand anderer findenwürde er sich anbieten, kann man schwer in seinem Vorhaben eine völlige Unparteilichkeit, Überpersönlichkeit oder gar „Wahrheitsliebe“ erkennen und  als für glaubwürdig akzeptieren, was auch immer „aufs Spiel setzen der eigenen Karriere“ heißen mag…

Zur Organisation: was heißt es nun, „Streitgespräch“? Nach meiner „unmaßgeblichen“ Meinung, spätestens nach der „ Anthroposophie gleich Religion“ Postulierung von Dr. Zander, hätte ein so kluger und feinsinniger Lehrer wie Herr Kiersch, die Unvereinbarkeit der Begriffe, ja die vermutliche Absicht der Begriffsvermengung und der diametral stehenden Wahrnehmungen expressis verbis feststellen können. Es ist ja wie, wenn sich zwei in verschiedenen Sprachen unterhalten, wo nur einer der Beteiligten beide Sprachen beherrscht…Der andere kann so das Seine behaupten, ohne Sorge, er könnte zurechtgewiesen werden. Denn was einer nicht versteht, kann ihm auch nicht zum Vorwurf gemacht werden…

Ist es aber zur  veröffentlichten Wort -Tat geworden, muss als Trugschluss gerügt werden, sollte das „Streitgespräch“ dieses Prädikat verdienen. So wurde daraus eben nur pure Wortakrobatik. Streiter vertreten oder verteidigen etwas. Hier wurde nur elegant die Anthroposophie herabgewürdigt, mit oft höflichem Abnicken oder Schweigen der „Gegenseite“, bestenfalls mit ein Paar kritischen Bemerk-ungen zum Zanderschen Werkinhalt am Ende des Abends. Zu spät, denn die Worthülsen und die Begriffsverstellungen den Saal und die Wahrnehmung des Publikums schon aufgefüllt und betäubt hatten. Nein, ich stelle mir etwas anderes unter „Streitgespräch“ vor: so etwas wie “mutvoll auftreten für die Wahrheit, soviel wir können“ (s.o.g Zitat von R.S)

Alle Achtung gegenüber Frau Dr. Weickmann; sie hat elegant und kompetent durch den Abend geführt… Doch eine kurze Frage sei mir noch erlaubt: ist das „Zufall“(diese Kategorie fängt  bekanntlich dort an, wo das Denken aufhört), oder Absicht (ein Tribut, das der Unverbindlichkeit und

„Wertfreiheit“   heutiger Medienmoderationen gezollt wird): wenn sie gleich zu Anfang –Zeit hin oder her - die Publikumsteilnahme auf die Ebene des bloßen „Fragens ohne Statements“ zurecht rückt, setzt sie voraus, dass nur die Fragenden von den „Streiter“ etwas wissen dürfen, umgekehrt es aber nicht erwünscht ist, nach dem Einbahnstraßenprinzip. Beabsichtigt oder nicht, passt es bestens nur zu einer Selbstdarstellung von Dr. Zander und dann ist es auch egal w a s  er sagt.

Wer ist aber der Nutznießer des Abends, wenn es ihn gibt? Für jüngere, unbefangene Menschen, eine vollkommene Benebelung, durch Begriffsvermengung (am Ende des Abends wurde nur so mit Begriffe wie „die Wissenschaft“ und „ich glaube“ von Herrn Zander in seinen Statements jongliert). Meine Wenigkeit ist nach über 37-jähriger Beschäftigung mit der Anthroposophie der „Primärliteratur“ etwas weniger anfällig…

Die „institutionalisierte Anthroposophie“ durch ihren Vertreter hat mal wieder etwas „verschenkt“. Das selbstbewusste, argumentierte Auftreten und Entgegentreten, in Anbetracht solcher öffentlichen Verstellungen, der riesenbuchförmigen Missinterpretationen  und der grenzenlosen Menge von pseudo-wissenschaftlichen Trugschlüssen, wären das einzig akzeptable „Streitgespräch“! Wie lange noch so naiv? Warum muss man immer die gleichen Fehler machen?

R.Steiners Anfangszitat passt am besten auch zum Ende. Davor aber noch eine Bemerkung, bezüglich des Interviews von Dr. Zander in der FAZ am 10.06.07 (im Internet zu lesen!) Er ist sicherlich ein Kind seiner Zeit, als er z.B. u. A. moniert, „… Wenn man keine Dogmen eingesteht, kann man auch nicht über Lehrinhalte streiten. Mit dem Postulat höherer Erkenntnis haben sie (die Anthroposophen, n. S.E) ein autoritäres Verhältnis zur Wahrheit. Man stößt bei überzeugten Anthroposophen zu schnell auf Dinge, die nicht verhandelbar sind. Das ist in unserer Gesellschaft, in der alles diskutierbar ist, eine schwierige Position.“ Ein   glänzendes Beispiel seiner Methode der Vermengung von Begriffen, Formen und Inhalten zu Behauptungen: er verwechselt fließend Äpfel mit Birnen, die Anthroposophie mit den Anthroposophen, wenn er über das Phänomen „Anthroposophie“ redet! Bildhaft ausgedruckt,  ist das Bild schlecht geraten, ist die Farbe daran schuld und nicht der Maler…

Es wäre  die Sache eines„brainstorming“ unter den  Anthroposophen, die sich dazu berufen fühlen, das Erbe Rudolf Steiners der öffentlichen Wahrnehmung (vor allem den jüngeren Generationen) in dem Licht zu präsentieren, aus dem sich ethisch und sozialpolitisch positive, gedanklich kohärent - schlüssige und gesellschaftlich-freiheitliche Impulse für eine humanere Menschheits-entwicklung ergeben können – denn das wollte Rudolf Steiner !!! .

Mein Fazit. In einer Zeit, wo händeringend nach Alternativen und Lösungen auf allen gesellschaftlichen Menschheitsebenen für die  globalisierten Problemverhältnissen gesucht wird, diese umfassende, sozialpolitische, kulturstiftende und humanismusfördernde Geisteswissenschaft und die Erkenntnistiefe der Steinerschen Anthroposophie tatenlos einer pseudowissenschaftlichen Missdeutung zu überlassen, würde auf Dauer – mutatis mutandis - einer „Gefährdung des sozialen Friedens“ (Otto Schily) gleichkommen. Das kann mir als bloße Behauptung angehängt werden. Ich möchte jedoch hierzu keine Beweise liefern müssen; denn manches ist nur dann erkennbar, wenn es bereits geschehen ist –somit zu spät! - und dann nützen auch die Beweise nicht mehr!

Leider sind die Brillen der geschichtlichen Perspektive, aus der die Anthroposophie in Deutschland und in der Welt i.d.R. heute wahrgenommen wird, allzu kurzsichtig, obwohl nicht mal ein Jahrhundert nach dem Tode ihres Urhebers vergangen ist. Zu viele Schlagworte, zuwenig Erkenntnisbereitschaft.

Die Behauptung, das geistige Potenzial dieser Erkenntnisse gehöre ins 19te Jhrh, beweist schlichte Unkenntnis, vielmehr Unverständnis der Anthroposophie. Dieses Unverständnis bewirkt auch  die Unkenntnis, das Missverständnis oder gar die bewusste Herabwürdigung deren jahrzehntelangen  kultureller Wirksamkeit durch ihre institutionalisierten Einrichtungen. Diese haben bereits genügende Beweise ihrer sozialen und gesellschaftlichen Berechtigung, ja Notwendigkeit, erbracht.

Ist der Samen gut, wird es auch die Ernte, soweit der Mensch das Seine zur Wahrheit und Wirklichkeit beiträgt. Denn wahr ist, was positive Wirklichkeit und Wirksamkeit wird. Dass diese Wirksamkeit kein Massenphänomen wurde und eine breite Öffentlichkeit noch nicht erreicht hat, gehört in die Dramaturgie und die Tragik der aktuellen Geschichte, wo nur die bequeme Konsumkultur und eine gewisse politische Beliebigkeit (vorwiegend reagieren, statt agieren!) in der Ausgestaltung des sozialen Lebens Allgemeingut und oft die Regel geworden sind. Die Anthroposophie (die nicht gleich „die Anthroposophen“ ist!) vermag jedoch mehr; sie lehrt und fördert das Agieren, verlangt aber auch mehr Einsatz im Denken und in der Geistesschulung.

Es ist ein Recht jüngere Generationen – soweit sie es wollen – das unbefangene Erfahren und Kennen lernen anthroposophischen Kulturguts zu erleben, nicht nur über tendenziöse Exegeten der „Sekundärliteratur“, sondern durch die objektive, moderne Erschließung der Quellen, im Lichte eines zeitgemäßen, unbefangenen, erkenntniswilligen Menschenverstandes.

Sorin Enachescu 
Berlin, den 13.12.2007

Donnerstag, den 27.12.2007
aktuelle Version
hier 29.12.2007
Jahreswende 2007 - 2008

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

zum Jahreswechsel darf man auf Großmut und Verzeihung hoffen. Wohl wissend, daß unter den bisher 9 Rundbriefen einiges Grenzwertiges war, ist heute meine Bitte um Nachsicht und Milde an der Zeit. Aber allen ist zu danken, die zu den Tasten griffen und ihren Widerspruch äußerten und damit Logik hoch zwei genannt Dialog in Gang setzten.

Thematisch konzentrierte sich der Dissens auf meine Äußerungen zu den achtenswerten Gegenkräften, während die Resonanz beim kosmischen Christus (noch) ziemlich schwach ist. Der Grund liegt wohl darin, das die konkrete Verbindung der Christuskräfte mit dem kosmischen Hintergrund von mir noch nicht genügend ergriffen ist. Die Absicht mehr Transparenz über die Trinität zu erreichen, ist aber keineswegs geschmälert. Im Gegenteil! Mit größter Genugtuung erfüllt mich die kürzliche mitgeteilte Erkenntnis eines befreundeten, unabhängigen Forschers, dem es gelang, das Rätsel der Krönung Marias, die unzweifelhaft nicht diesseitig war, als präzise und eindeutige planetarische Konstellationen zu entziffern. Der Grundduktus der Planeten zeigte sich vermutlich bei ihrer Geburt(nach meinen Recherchen Donnerstag, den 26.9. 16 v.Chr), der sich zum Zeitpunkt ihres Todes(wahrscheinlich 22./24.9.43 n.Chr.) wiederholte. Wer darüber mehr wissen will, sei hinsichtlich der Vorüberlegungen an den Gilgamesch-Forscher Werner Papke und Charles Francois Dupuis (Origine de tous les Cultes ou Religion universelle) verwiesen. Letzterer konnte im Chaos der französischen Revolution zum Leidwesen der römischen Kurie, den Deckel über so manches streng gehütetes Geheimnis des Kosmos lüften.

Gespannt dürfen wir sein, welchen Pfad die von Spiritualität abgeschnittene Wissenschaft 2008 einschlägt. Die Aus-Sicht auf weitere 40 Jahre Aufenthalt in den Wüsten der Geistlosigkeit ist doch nicht unberechtigt. Wie lange werden schon die Runden am falschen Baum der Erkenntnis gedreht und am Totem des "Materialismus" die Rituale der Scientific Community gefeiert. Statt der Suche nach den Säften des Lebensbaumes, festigt sich dieser Schläferzug weiter in seinen selbst gewählten Endlosschleifen und im Vertrauen auf die Haltbarkeit der in der Science-Community verabredeten Erkenntnisgrenzen. Der Tanz geht um Macht und Vorherrschaft über die Wissenschaft vom Geist, der Mutter der modernen Esoterik: die Anthroposophie. Das Gralsthema und die damit verbundene Verwandlung des Laboratorium zum Altar bleibt außer Sicht. Die wissenschaftliche Binnensicht auf alle Erkennbarkeit soll als alleinseligmachende Außensicht verherrlicht bleiben. Nach 1140 Jahren kirchlicher Trennung des Geistes von der Menschenseele scheint ein 5. Konzil nicht ohne Chancen, da die Gewöhnung an die Todeskräfte der 1000-jährigen Kruzifixinszenierung kaum zu überwinden sein werden. Die Stimmung für einen um die Templererfahrung erweiterten Beschluß scheint da zu sein. Neue Kreuzzüge müssen her im Namen der längst gläubig gewordenen Wissenschaftlichkeit. Diesmal aber kein Feldzug zur Eroberung Jerusalems und zu Seinem Grab. Vielmehr geht es um Europas wahre, immer noch unterdrückte Keimkraft, die im Geistesimpuls der alten Templer wurzelt. Die mit jesuitischer Raffinesse gestiftete heimliche Allianz von Wissenschaft und Religion fühlt sich stark für die Grablegung der "Anthroposophia". Ihr steht die westliche Technik zur endgültigen Abschnürung der Menschen von der aus dem Kosmos strömenden Kraft des Grals zur Verfügung.

Ein Jahresrückblick gehört zu den großen Übungen des aktiven Menschen. Die Satire ist allerdings nicht sehr geschätzt als Mittel der Selbsterkenntnis, weil man sich in ihrem Spiegel sieht. Ein professioneller Rückspiegel kommt diesmal vom 2. Programm und gefällt wegen des kosmischen Hintergrunds. Wer noch ein paar Sprüche für die Sylvesteransprache sucht, sei an den eigens dafür bereitgestellten Schiller-Mixa verwiesen.

Der Vorblick auf das Neue Jahr muss das gegenwärtige Spannungsfeld im Auge haben, das sich in 2008 weiterentwickeln wird. Indiz, wie der Hase läuft, sind wie immer die heimlichen und unheimlichen Wege der 66. US Außensekretärin auf unserem Planeten. Deutschland intern dürfte die Entwicklung des Bundestrojaners genannt Schäuble-Späher (SS) weitere Fortschritte machen. Das Technik ist ganz einfach und für den BND beherrschbar: man nehme ein lästiges Problem aus dem Internet wie SPAMS, entwickle eine nützliche Software, die das Problem bequem behebt (Entfernen der SPAMS), bietet die Software natürlich kostenlos einer großen Internet-Gemeinde an und schwupp hat die Zentrale okkulten Zugang zum heimischen PC, weil die fatale Software sich natürlich im PC-Innern an zentraler Stelle (Registry) eingenistet hat. Wenn ich das zu programmieren hätte, würde der Schalk von Zeit zu Zeit zufallsgesteuert sämtliche Emailadressen der heimlichen Zentrale zur Verfügung stellen. Mit diesem Instrument kommen Schäubles geheime Organe bald viel umfassender und vor allem müheloser an bessere Informationen als die römische Kurie mit ihrer in diesem Sinne schon sehr leistungsstarken Ohrenbeichte.

Lassen Sie sich abschließend mit einem Hinweis auf die 10 versöhnen, in deren Zahlenqualität (2*5) diese Zeilen von mir versucht wurden. Goethe hatte mehr als nur ein poetisches Motiv als er die Hexe sprechen ließ. Sie gab mit ihrem Hexeneinmaleins das Beste, was ihr an Täuschung und Verwirrung möglich war. Der Schein ist fast perfekt, die Lüge deckt fast alles ab, nur Wahrheit nie. Auch hier offenbart das logische Loch des Hexenquadrats (siehe oben: die 21) das große hermetische Geheimnis: es gibt sie wirklich, Herr Zander, die absolute Wahrheit. Der kürzeste Beweis: weil es die Lüge gibt. Jede Lüge wie zum Beispiel "Alles hält ewig"  ist wegen der Wahrheit, denn ohne sie wäre sie forever nisi.

Donnerstag, den 22.11.2007
Anthroposophie = Rassismus - (Kosmos + Waldorftomaten)!

Liebe Freundinnen und Freunde,

ist der Historikerzunft schon mal ein winzigkleines "Wintermärchen" gelungen? Auseinandernehmen ja, ist doch kinderleicht und ohne Müh. Das wissen alle, die mal Kind gewesen und an Vaters Uhr heimlich schraubten. Auf die gleiche Manier gelang es den furchtbar Gescheiten in einem früheren Jahrhundert die Bibel solange zu sezieren, bis sogar der große Geber durch das fein gesponnene Raster fiel. Im dünnen Ufernetz der Theorie blieb ein Menschlein namens Jesu hängen. Dem konnte dann flugs nachgewiesen werden, daß es Ihn nie gegeben (haben könne) und wenn doch, dieser auch nur bei anderen Geistesgrößen und Kulturen abgekupfert habe. Fragt sich nur: und woher kommen die? Gibt es überhaupt einen ersten, echten Urheber und wahres Schöpfertum oder ist alles nur geklaut. Sagte der Einenicht auch Sich Selbst verratend, "prüfet alles und das Gute behaltet".

Die eigentliche Leistung versunkener Gehirnakrobaten aber war, der Welt schlüssig bewiesen zu haben, daß hinter ihren seichten Tiefen niemals Meer und alles Ahnen von dahinter nur krankhaft düstrer Wahn. Auf dieser alten Spur tigert zur Zeit durch alle deutschsprachigen Kulturredaktionen eine Auseinandersetzung mit der Anthroposophie und die Medien sind begeistert, um uns mit der neuesten deutschen Hochwissensstufe zu beglücken. "Esoterische Anthroposophie kann sich nicht von ihrem Vordenker Rudolf Steiner lösen!", so klagt zum Beispiel der renommierte Deutschlandfunk, einen Autor zitierend. Den Satz muss man erst mal sacken lassen. Um zu verstehen, was uns hier vorgeworfen wird, hilft vielleicht eine Übersetzung: "Der Faust" kann sich immer noch nicht vom Goethe lösen! Ahnt Ihr schon, was gemeint ist? Wem gilt aber der Vorwurf: der Esoterik, der Anthroposophie, Rudolf Steiner? Wo lernt man bloß, soviel Unsinn in so wenig Worte zu pressen. Kaum zu glauben, nur staunen kann man: deutsche Geisteswissenschaft ist heute aber weit abseits der Logik.

Ohne großes Meditieren kommt der Satz zu Sinn, wirft man alles in einen Suppennapf. Es geht hier um Rudolf Steiner und gezieltes Bashing seines Anhangs. Man weiß sich im Mainstream: alles auf den Müll und die Gläubigen auf den Hartz(IV), das ist die Botschaft, auf die kommt es an. Die Methode ist ganz einfach von rechts nach links gestrickt. Die 2000 Seiten, die zu lesen gar nicht erwartet wird, sind nur der Weihe eines neuen Muezzin. Von solcher Höhe ist Übertönen ein Leichtes und man kann unprüfbare Sätze sondern, die als Zeichen erscheinen für die große Gleichgesinnung.

Dem Symptomatologen schaudert's gleich, kommt man erst auf der Gründe Dürftigkeit. "Kosmische Wirkkräfte" werden genannt, die da vom Himmel auf die Erde kommen, um hier Verderbliches zu richten an unseren atomar gestählten Hollandtomaten. Bei der Demeter! Das reicht schon hin, um dem Publikum jeden Appetit auf Anthroposophie zu nehmen. O Herr, wirf endlich einmal Hirn vom Himmel anstatt des ewigen Mannas durch der Sonne Licht. Bei diesen Geistern kommt das Wachstum der Natur aus der Aldi-Dose und der Sonne Licht ist nur ein Discoschein.

Die Naturwissenschaft versucht aus den Fehlern ihrer Forscher zu lernen. Dort gilt, wenn man einen Einstein nicht widerlegen kann, muss man auf ihn bauen. "Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?" und "Die Philosophie der Freiheit" sind die Schlüssel zur Anthroposophie. In unseren warmen Gelehrtenstuben setzt sich aber nirgends einer mit den Konsequenzen seines Werkes direkt auseinander. Kein Versuch, ihn zu widerlegen. Ein schlimmer Verdacht kommt da auf. Wetten, daß der Autor von "Anthroposophie in Deutschland" nie ein Buch von Steiner selbst gelesen hat. Sein ganzes Wissen ist aus dem Fußnotentertiär. Daß muss man doch von der Wissenschaft noch fordern können, daß bei aller Antipathie doch wenigstens eines der Bücher vom Doktor in die Hand genommen wird und sei es das dünnste. Bei dem Wissen heute, daß uns so herrlich weit gebracht, muss das doch ein Leichtes sein, ihn zu widerlegen. Aber es mangelt der Mut, sich selber auf den Geist zu wagen. Weiter kommt man mit Sägen. Die Historiker sind die Pathologen der Philosophie. Hat man erst sauber die Leich zerlegt, wird sich schon ein Defekt finden lassen, der Über-Zeugung davon gibt, was widerliches einst in diesem Körper weste. Der Befund ist vernichtend: "Sofort wieder dicht machen, alles befallen vom hoch ansteckenden Nazigen".

Die ganze Hirnrissigkeit des Rassismusvorwurfs wird deutlich, hält man sich vor Augen, was vom Begriff "Rasse" über bleibt, nimmt man die Nazis und ihre Taten davon weg. Wenn aber ein Historikerkopf nicht unterscheiden kann oder will zwischen "vor den Nazis" und "danach", bleibt nur noch ein Generalverdacht. Die Geschichte wird immer von den Siegern geschrieben. Und die sind unter uns. Untersucht man den doktrinär fein abgesicherten Umkreis der Quelle, stößt man im Humboldtkleid perfekt getarnt auf gute alte katholische Theologie. Der war der Steiner schon immer ein Dorn im Auge. Sein erfolgreiches Ringen um ein modernes Christusverständnis im Rahmen des Verbunds von Kosmos und Mikrokosmos ist das eigentlich Unappetitliche und seit Augustinus Zeiten sehr verdammlich, weil streng unkatholisch. Heute muß man nicht mehr selber Jesuite sein, um ihren Sinn zu wirken. Ein bisschen Luft geschnuppert in Augsburg oder Paderborn und schon ist man hin vom Duft des Siegers und Aussicht auf Gut und Ehr. Wahrscheinlich ist es ein römische Köder, der alle Mühe lohnen soll. Hier wurzeln die wahren Gründe dieser Werksgemeinschaft, selbst noch bei denen, die als Sektenaufsicht sonst nur evangelisch schnüffeln.

Im Grunde aber muss man der Meinungsmache dankbar sein. Die Zeit der Klärung ist gekommen. Der massiv in Szene gesetzte Rassismusverdacht wird schon obsiegen. Anthroposophie hat das Geschmäckle, das die Lauen abhält und die miesen Profiteure dieses Geistesguts sowieso. Nur die Seelenstärksten und die wirklich Suchenden, die sich selbst ein Bild machen wollen, werden immer alle Vorurteile überwinden. Deren Frage ist: wie erlange ich selberErkenntnisse von den höheren Welten ohne politisch korrekte Lehramtsmeinung. Die werden aber feststellen, daß 80 Jahre Anthroposophie ohne Steiner ihr nicht Schaden konnten, sowie der Satz von Pythagoras seit Jahrtausenden auch ohne ihn gültig ist für alle, die sich der Mühe unterziehen, ihn zu verstehen!

Die Anthroposophie hat ihre Epigonen nicht verdient. So dient erneut der Teil des Geistes, der stets verneint, der Böses will und Gutes schafft und befreit die Anthroposophie gründlichst vom übel stinkenden Anthroposophismus

 

Donnerstag, 19. Juli 2007 
Liebe Freunde,

kennen Sie das auch? Sie sitzen an Ihrem Schreibtisch und soweit das Auge reicht aufgeschlagene Bücher mit Zetteln, Markierungen zu Themen, um die Sie sich schon immer kümmern wollten. Doch was ist jetzt dran. Doch nur das, was an der Zeit ist und nicht jede Zeit ist für alles gut. Wenn einem die Entscheidung abgenommen wird, weil andere die Initiative mit einem Wunschthema ergreifen, fühlt man sich als Zeitgenosse. Dies passierte unlängst, als das Berliner Rudolf-Steinerhaus zu einer Tagung/Wochenseminar einlud unter dem Titel Stigmatisierung und Ernährungslosigkeit
Wow! Das Thema konnte auf Interesse rechnen. Und es kamen viele, die sich etwas erhofften. Nur was wir uns erhofften, das wurde nicht abgefragt. Erst sollte man vernehmen, welche "Erkenntniszusammenhänge" von den beiden Matadoren erforscht worden waren. Für die anspruchsvolle Materie standen den Forschern Geistesschulung,  Phänomenologie und Karma zur Verfügung. Das Publikum war erst am zweiten Tag und im letzten Viertel der Veranstaltung dran. 
Ob die Veranstaltung nicht mehr Fragen aufwarf als sie beantworten konnte, mögen andere beurteilen. Zumindest bei einigen führte sie zur der Erkenntnis, daß die propagierten Mittel allein wenig angemessen sind der Erscheinung "Stigmatisierung". 
Ich selber votiere für einen symptomatologischen Ansatz, um bei diesen Dingen auf Grund zu kommen. 
Die Tagung hinterließ einen schalen Beigeschmack. Die eigentlichen Hintergründe und die Bedeutung des Berliner Geschehens für die Anthroposophie kamen nicht zur Sprache.  Unter dem Stichwort "
Stigmata" finden Sie daher ein paar vogelfreie Gedanken unter Tiny-Mundo.

Nun möchte ich noch hinweisen auf Neues bei Tiny-Mundo:

Einen guten Sommerfortgang  wünscht Ihnen 

Ihr 

Wolfgang Suhrmann   

PS: Sie haben Anregungen, Kritik oder Fragen? Unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! freue ich mich über Ihre persönliche Meinung.

Empfehlen Sie uns weiter!
Wenn Ihnen der Newsletter gefällt, dann leiten Sie doch einfach diesen Rundbrief an Ihre Freunde mit spirituellen Interessen weiter!

Samstag, den 17. November 2007   
Astrosophie und Mythologie

Liebe Freundinnen und Freunde,

gefragt, ob die Humboldt-Uni auf den offenen Brief reagierte, kann man nur müde abwinken. Dass es aber wenige Tage dann erst einmal aus war mit dem Elite-Hochmut, ist nicht ohne Charme. Vom Geiste Humboldts ist man weiter entfernt denn je, solange man mit "integrativen Lebenswissenschaften" zwischen Mikrokosmos und Nanakosmos glaubt zur Wirklichkeit zu kommen. Erstaunlich nur, daß diesmal dieelegante Seichtheit nicht wie üblich zum Lohne führte. Noch tarnt sich der jesuitische Hintergrund dieser Forschungsstätte. 
In der Heimat, im römischen Castelgandolfo war man dagegen schon immer an den Wurzeln der Wahrheit. Dort zeigt man gelassen öffentlich, daß man zum Erhalt der Macht besser nur den eignen Ansichten traut. Die Quellen der Erkenntnis sind nur am Übergang zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos noch rein. Dort zu forschen, ist eben keine Glasperlenspielerei. Man dient im Stillen den innern Zwecken Roms, von denen die Welt erst zur geeigneten Stunde wissen soll. Immerhin verließen pünktlich zum 700. Jahrestag der Templervernichtung Dokumente das Geheimarchiv des Vatikans, die die damalige Ordensführung nun auch von Seiten Roms rehabilitiert. Wenn die Römerin eines Tages anfangen wird, ihre Gedenktage neu zu sortieren, sollten wir uns warm anziehen, denn dann steht Großes unmittelbar bevor. Immerhin könnte man schon mal mit Jesu Taufe beginnen und den Feiertag vom Täuschungsdatum im Winter auf den ehrlichen 23. Mai verlegen.

Dank der Technik sind wir mit jenen geheimen Forschern heute aber auf Augenhöhe. Solche Fehlleistungen wie einst dem Carus bei seiner Darstellung von Faustens Osterspaziergang unterliefen, sollten aber heute nicht mehr passieren. Nahezu jeder kann sich vergewissern, was sich im Kosmos tut. Mit großer Dynamik verändern sich die Relationen der Planeten jetzt im November. Dies wird eindrucksvoll erkennbar, vergegenwärtigt man sich der Sterne Lauf regelmäßig zum Beispiel um die Mittagsstunde (). Die Sonne sinkt effektvoll auf die Erde nieder und beschleunigt ihren Abstand zum weiterhin stoisch im Löwen verharrenden Saturn. Dieser hatte seine Wärme verheißende Löwenzeit nach seiner vorletzten Konjunktion mit der Sonne im August 2006 Jahres erstmalig erreicht. Unser Donnerstagsgestirn Jupiter platzierte sich unmittelbar nach seiner Marskonjunktion am 12.12.2006 im Skorpion und setzt uns seitdem dauerhaft unter Wasserfluten. Das weltweit registrierte Wasserübermaß fand nur im April diesen Jahres eine Unterbrechung, als Mars mächtig an der Achse Wassermann-Löwe hantierte. Die Wasser kamen dann erneut ins Fluten, da sich Mars im Frühsommer viel Zeit in den Fischen ließ. Die Bewegungsgeste der Sonne - bloß weg von Saturn - wird von den sonnennahen Begleitern Venus und Merkur folgsam unterstrichen. Beide kommen aus ihrer größten östlichen Elongation aus der Jungfrau und beeilen sich, um bei ihrem Tiefstand dabei zu sein. Der Dezember wird noch spannend werden. Doch davon später.

Die Spiegelseite - unsere irdischen Oberflächenwelt - heuchelt zwar Gleichmut, um das bevorstehende Kassengeklingel nicht zu gefährden, darunter aber brodelt und dampft es mächtig. Der gigantische Yellowstone-Hotspot bereitet den Wissenschaftlern so große Sorgen, daß sie ihr gewohntes "political correctes" Schweigen brechen. Heimlich wünscht man sich ein wenig von dieser vulkanischen Kraft, um der sich vollenden wollenden Fesselung durch den Zeitgeist zu entgehen.  Ein Musterbeispiel sind da unsere lobenswerten Lokführer. Kaum zu glauben, daß es noch soviel Solidarität in unserem Lande gibt. Wie befreiend ist ihr Mut und wie lächerlich die Argumente der Mächtigen. Wollen die uns doch tatsächlich Angst machen wegen ein Paar fehlender Weihnachtsschokomänner von Aldi. In den letzten Monaten sind international für mindestens 700 Milliarden € neue volkswirtschaftliche Belastungen auf die Schiene genagelt worden, die uns als notwendige Rettung der Gierheinis hinter den Bankschaltern verkauft werden und die wir in den nächsten Jahrzehnten mit neuen Gebührenerfindungen oder andere Foltermittelchen zu begleichen haben. Die Forderungen der Lokleute summieren sich dagegen auf auf wenige als 1% des Jahresgewinns der DB.

Seit einigen Tagen wechseln täglich in New York allein bei derCitigroup Aktien um die 2,5 Milliarden $ den Besitzer. Man kann sich schon denken, wer da noch rechtzeitig aussteigt und wer ins Säurebadgezwungen werden soll.

"So bleibe denn die (schwarze) Sonne uns im Rücken"  möchte man mit Faust ausrufen, bei all dem Sand, der jetzt ins Rutschen kommt. Fast dauert einem der Höllengeister Klagelaut über die vielen Leichen, die bald ans Licht gekommen sein werden.

Der Ton, mit dem sie Sieg verjubeln, ist schrill geworden und gut beraten sind wir, die sich 'ne Hütte baut in den Tagen vorm Monsun.

Kann es uns trösten, daß die Deutschlandmechanismen noch reibungslos funktionieren. Bevor sich die Abgeordneten das Sitzgeld um 10% erhöhten,  beseitigten sie noch schnell ein paar Hürden vor dem Überwachungsstaat aus dem Grundgesetz. Die Zypries hat mit ihrerVorratsdatenspeicherung vermocht, was selbst Adolf nicht schaffte: grundsätzlich sind ab sofort alle Deutschen erst einmal verdächtig. Jetzt heißt es zur Einkommenssicherung schnell noch den biometrischen Reisepass geholt und mit der nächsten zwangsweisen Vogelgrippenschutzimpfung die Grundlagen für einen unheilbaren Alzheimer gelegt. Der Liefertermin für den Implantat-Mikrochip ist auch schon notiert, mit weiteren 10% Aufschlag für die MdBs und der Androhung der Gefahr eines  US-Wirtschaftboykotts braucht der Schäuble das Implantat-Gesetz dann nur noch durchzuwinken.

Wir aber erfreuen uns auf Silbergrund des Wachsens innerer Lebenskräfte bis Mars von Orion Ende Januar zur Umkehr aus seiner widernatürlichen Bewegung gezwungen wird.